Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

WALDNEUKIRCHEN. Im Auftrag des hydrographischen Dienstes Oberösterreich betreut Johann Ömmer seit 1. Mai die Messung des Niederschlags und der Temperatur in seinem Heimatort.

Johann Ömmer (Foto: Ulbrich)
  1 / 2   Johann Ömmer (Foto: Ulbrich)

Die hochmoderne Klimastation in Waldneukirchen ist eine von 45 in Oberösterreich, die auf der Internetseite als „Niederschlagsschreiber“ bezeichnet werden. Die nächsten Klimastationen dieser Art befinden sich in Neuhofen, Steyr, Maria Laah und Kirchdorf.

Nach dem Tod von Franz Lederhilger, der seit 2007 sehr genaue Analysen über den Zeitraum von vierzehn Jahren durchführte, suchte man einen neuen Standort für die Messanlage. Schließlich willigte der pensionierte Gemeindeamtsleiter Ömmer ein, diese Aufgabe zu übernehmen. „In meinem Garten stehen nun hochmoderne Messgeräte, wo sowohl händisch als auch automatisch die Daten erhoben werden“, beschreibt Ömmer die Anlage.

Ein hochmoderner Ombrometer, auf Deutsch „Regenwaage“, misst im 15-Minutentakt den Niederschlag. Die Temperatur wird in einer weiß gestrichenen Wetterhütte, zirka zwei Meter über dem Boden und mit Lamellen gut durchlüftet, mittels Quecksilberthermometer gemessen. Obwohl diese Daten automatisch an den hydrographischen Dienst übermittelt werden, muss weiterhin auch manuell zwischen 7 und 8 Uhr früh der Niederschlag, besondere Wettervorkommnisse wie Hagel, Starkwinde, Gewitter oder der Schnee und die Temperatur abgelesen werden.

Extreme Wetterlagen

„Heuer gab es schon einige Extreme. Im ganzen Juni regnete es nur 37,8 Liter, aber in zehn Tagen im August 145,6 Liter“, erläutert Ömmer aus seinen Aufzeichnungen. Schon seit der Gründung des hydrographischen Dienstes 1894 gibt es im Pfarrhofgarten Waldneukirchen eine Messstelle, die anfangs der Mesner und der Pfarrer betreuten. Danach folgte eine 84 Jahre währende Messtradition von Familie Lederhilger.

Mussten früher die Daten am Monatsende per Post oder Telefon übermittelt werden, so gibt es bei Ömmer jetzt eine durch Photovoltaik gespeiste Schaltzentrale mit Modem und Funk. Der hydrographische Dienst in Oberösterreich betreut mehr als 1500 Messstellen unterschiedlichster Art, die großteils automatisierte Datenübermittlung haben. In Waldneukirchen, am Übergang der Traun-Enns-Platte in die Voralpen und Sandsteinzone gelegen, werden seit fast 130 Jahren durch „Wetterschreiber“ händisch die Daten abgelesen.

https://hydro.ooe.gv.at/

https://www.land-oberoesterreich.gv.at/187895.htm


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Hilfe zur Selbsthilfe in Bad Hall

Hilfe zur Selbsthilfe in Bad Hall

BAD HALL. Nach einer langen Sommerpause findet in Bad Hall am Samstag, 31. Oktober, das nächste Repair Café statt.

Tips - total regionalRobert Hofer
Aschach lädt zum 17. Kellergassenfest ein

Aschach lädt zum 17. Kellergassenfest ein

ASCHACH. Die Aschacher Vereine öffnen am Samstag, 24. Oktober, ab 18 Uhr ihre Türen und Kellerräume.

Tips - total regionalRobert Hofer
Martina Kutsam macht Musik für die letzte Reise

Martina Kutsam macht Musik für die letzte Reise

BEHAMBERG. Einen besonderen beruflichen Weg schlug Martina Kutsam aus Behamberg bei Steyr ein. Die zweifache Mutter übernimmt die musikalische ...

Tips - total regionalRobert Hofer
Almrauschen in Kleinreifling auf neuen Wegen

Almrauschen in Kleinreifling auf neuen Wegen

KLEINREIFLING. Der Musikverein Kleinreifling lädt am Nationalfeiertag, 26. Oktober, unter dem Titel „Almrauschen“ zu einer Wanderung ein. ...

Tips - total regionalRobert Hofer
Schmankerlmarkt in Pfarrkirchen 

Schmankerlmarkt in Pfarrkirchen 

PFARRKIRCHEN. Traditionell lädt der Verein „Wir für Pfarrkirchen“ am Nationalfeiertag zum herbstlichen Schmankerlmarkt „Kraut & Ruam, ...

Tips - total regionalRobert Hofer
Ilse Bachl liest in Aschach aus „Granitpilgern“

Ilse Bachl liest in Aschach aus „Granitpilgern“

ASCHACH. Die aus Sierning stammende Ilse Bachl präsentiert ihr Werk „Granitpilgern“, am Montag, 26. Oktober, im Martinshof in Aschach.

Tips - total regionalRobert Hofer
Weitere Beiträge