Museum Arbeitswelt lockte 30.000 Besucher an
STEYR. 2023 zählt in der Geschichte des Museum Arbeitswelt zu den besucherstärksten Jahren, wenn man die Landesausstellungen ausklammert.

„Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2023 zurück. Trotz anfänglicher Einschränkungen zwecks Umbaus durften wir in unseren Ausstellungen und im Rahmen von Workshops und Veranstaltungen knapp 30.000 Besucher begrüßen“, freuen sich Maria Vogeser-Kalt und Stephan Rosinger, die seit Ende 2019 die gemeinsame Geschäftsführung im Museum Arbeitswelt über haben.
Erstmals konnten über 10.000 Schüler betreut werden und auch in den Veranstaltungsräumlichkeiten konnte man die Lücken, die durch die ausbleibenden Bälle und den einschränkenden Corona-Maßnahmen entstanden sind, gleich im ersten „normaleren“ Jahr vor allem mit eigenen Formaten schließen.
Neuer Kabarett-Schwerpunkt
Für das Team des Museum Arbeitswelt gilt es 2024 dort weiterzumachen, wo man 2023 aufgehört hat. Im Ausstellungsbereich wird weiterhin auf die Zukunft des Essens mit der Schau ‚Future Food – Essen für die Welt von morgen‘ gesetzt. Neu ins Programm kommt ab 9. Februar die Ausstellung ‚Aufsässiges Land – Streik, Protest & Eigensinn‘. Aktuell ist diese noch im Haus der Geschichte des Museum Niederösterreich zu sehen. Anlässlich des 90. Jahrestags der Februarkämpfe 1934 wird sie für die Präsentation in Steyr um eine Station erweitert. ‚Die Vorfreude auf die Ausstellung ist groß. Nicht nur weil wir somit einen wertvollen Beitrag zum Februargedenken in der Stadt leisten, sondern auch weil wir unbekannteren Geschichten von Arbeitern aus dem ländlichen Raum Niederösterreichs eine Bühne geben können“, freut sich Rosinger über die Zusammenarbeit mit dem St. Pöltner Haus der Geschichte. Neben den beiden Ausstellungen im eigenen Haus, betreut das Museum Arbeitswelt auch die Dauerausstellung im Stollen der Erinnerung.
Im Bildungs- und Kulturprogramm des Museums findet man im Frühjahr 2024 neben bewährten Formaten wie Lesungen, Diskussionsveranstaltungen und der erfolgreichen Kinderkulturschiene auch einen Kabarett-Schwerpunkt. Den Auftakt macht eine der wohl erfolgreichsten Kabarettistinnen der letzten beiden Jahre – Malarina kommt am 1. Februar mit ihrem vielfach ausgezeichneten Programm ‚Serben sterben langsam‘ nach Steyr. Danach folgen Hosea Ratschiller (1. März), ‚Wir Staatskünstler‘ mit Palfrader, Maurer und Scheuba (24. März) und Dirk Stermann mit seinem ersten Solo-Programm ‚Zusammenbraut‘ (20. Juni).
Literarisch wird es am 15. Februar mit Maja Haderlap und ihrem Roman ‚Nachtfrauen‘, bei den Konzerten vom ‚Ersten Wiener Heimorgelorchester‘ am 15. März und beim Solo von Ernst Molden am 26. April sowie bei der Veranstaltung ‚100 Jahre Zsolnay-Verlag‘ des Literaturschiffs. Darüber hinaus werden Essays von Russlandexperten Gerhard Mangott (16. April) sowie WIFO-Chef Gabriel Felbermayr (8. Mai) diskutiert.
15 Jahre Politikwerkstatt
Ein Jubiläum darf das Museum Arbeitswelt 2024 auch feiern. 2009 wurde mit der Workshopraum ‚Politikwerkstatt‘ einer der ersten außerschulischen Lernorte für Politische Bildung Österreichs gegründet. Seit damals wurde mit über 15.000 Schülern „an der Demokratie gearbeitet“, wie es im Relaunch-Konzept aus dem Jahr 2021 heißt. „Die Nachfrage ist ungebrochen. Wir sind davon überzeugt, dass Demokratie gelernt werden muss, und beginnen mit unseren Workshops bereits im Volksschulalter. Im Superwahljahr orientiert sich der Fokus unserer Angebote vor allem an den Bedürfnissen von Erstwählern“, sagt Rosinger. Bemüht ist man aktuell an der Gestaltung der Jubiläumsveranstaltung für Schüler – 2009 fand die Eröffnung in Anwesenheit der verstorbenen Nationalratspräsidentin Barbara Prammer statt.


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