Topotheken haben auch für Junge ihren Reiz
ST. ULRICH. Kinder der Volksschule St. Ulrich machten sich auf die Suche nach Fundstücken und stellen diese nun via Gemeinde-Topothek der Allgemeinheit zur Verfügung.

Eine Topothek ist nur auf den ersten Blick das Sammelbecken für nostalgische Gefühle. Ältere Generationen steigen in diese Datenbank ein, um Gesichter wiederzuerkennen oder sich an unverbaute Flächen zu erinnern. Aber dieses digitale Archiv hat auch einen Reiz für Jüngere. Überhaupt, wenn sie selbst zu Topothekaren werden. Dieses Ziel verfolgte ein spezielles Sachunterricht-Projekt namens „heimatkunde.update“ in der 3. Klasse der Volksschule St. Ulrich.
Gemeinsam mit der Lehrerin Manuela Stöllinger und dem Kulturvermittler Siegfried Kristöfl machten sich die Kinder auf die Suche nach alten Fotos. Alt ist ja schon alles, was vor wenigen Jahren passiert ist. Es mussten nicht schwarz-weiß Bilder sein und es musste kein offizieller Anlass sein, der abgebildet wurde. Private Alltagsfotografien geben meist die interessanteren Blicke frei auf das Leben in einer Gemeinde.
Fundstücke beschriftet
Die gesammelten Fundstücke wurden in der Klasse besprochen, dann beschriftet und mit einem Kommentar versehen, um sie in die Topothek einordnen zu können. Im Gemeindeamt zeigte Sabine Sandner als Topothekarin, welche wichtigen Schritte noch notwendig sind, um die Fotos zu digitalisieren.
Jetzt gibt es also die ersten ganz jungen Beiträge. Viele weitere mögen folgen. Die Topothek steht allen und für alle offen. So wünscht es sich auch ÖVP-Bürgermeisterin Annemarie Wolfsjäger: „Es soll ein lebendiges Werk der gemeinsamen Vergangenheit unserer Gemeinde sein.“


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