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KLEINRAMING. Nach langen und akribischen Vorbereitungen gaben das Military Control Center und das Austro Control Center grünes Licht und der Wetterballon hob vom Sportplatz der Schule ab.

 (Foto: Mittelschule Ramingtal)
(Foto: Mittelschule Ramingtal)

Der Wettergott hatte es gut mit der Schule gemeint: Der Himmelt strahlte mit den aufgeregt den Countdown zählenden Schülern um die Wette. Behambergs Bürgermeister Karl Stegh und Vertreter der Sponsoren x-tention, Anwert GmbH und des Elternvereins wollten sich das Spektakel ebenso nicht entgehen lassen.

Wissenschaftliches Team

Es war Manuel Nedbal, der im April mit der Idee eines Wetterballonstarts an den Pädagogen Gerald Ehegartner herangetreten war. Nedbal ist mit seiner Familie vor nicht allzu langer Zeit von Silicon Valley nach Kürnberg zurückgekehrt. „Er gilt als Architekt der Firewall der Google-Cloud“, erklärt Ehegartner. Letzterer zeigte sich von dessen Idee gleich begeistert und holte den neu an der Schule unterrichtenden Andrew Moran mit an Bord. Moran ist ehemaliger Professor der Uni Innsbruck, Autor mehrerer Studien und früherer Projektleiter von GeoVille, er sollte als wissenschaftlicher Berater fungieren. 

Helium-Ballon explodierte nicht

An Bord der Sonde platzierte das Projektteam mehrere Versuchsreihen, eine Kamera, unterschiedlichste Sensoren und Tracker. Das junge Unternehmen Stratoflights berechnete auch den Kurs und Landeplatz der Sonde. Im Yspertal sollte sie wieder den Boden berühren. Mit einem aber hatte niemand gerechnet: Der mit Helium gefüllte Ballon stieß zuerst in der Stratosphäre auf unglaubliche 36.087 Meter Höhe vor, explodierte jedoch trotz vierfacher Ausdehnung nicht wie erwartet, damit die Sonde am Fallschirm hängend zu Boden gleiten kann.

Vielmehr zog der Ballon mit Sonde und Fallschirm eine siebenstündige Bahn über das nördliche Traunviertel, Mühlviertel und Waldviertel, bis er zehn Kilometer vor der tschechischen Grenze in Staatz im Weinviertel landete. Manuel Nedbal und Gerald Ehegartner verfolgten mit zwei weiteren Helfern den Ballon per Auto mittels GPS-Tracker. Als die Sonde endlich am Abend mit Hilfe des Trackers und eines freundlichen Staatzer Bürgers gefunden werden konnte, war die Freude riesengroß. Alles hatte funktioniert – bis auf ein Instrument: Die Kamera, die spektakuläre Bilder einer sich ab 15 Kilometer Höhe sichtbar krümmenden Erde liefern sollte, war ausgefallen.

Nächster Start in Planung

Die weiteren gesammelten Daten können aber mit den Schülern ausgewertet werden. Und es steht schon ein weiterer Ballonstart im Raum. Die Ramingtaler Mittelschule möchte mit Mastermind Nedbal nochmals abheben und beim nächsten Mal auch spektakuläre Bilder zurück in die Schule liefern.


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