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STEYR. Kurze Tage, wenig Sonnenlicht und Kälte: Der Winter ist für den menschlichen Organismus eine Herausforderung. Mit der richtigen Ernährung bringt man sich fit durch die dunkle Jahreszeit. Die Diätologen am Pyhrn-Eisenwurzen-Klinikum (PEK) Steyr wissen wie.

Das Team der Diät- und Ernährungsmedizinischen Beratung rund um die leitende Diätologin Martina Voglsam (vorne links) am Steyrer Krankenhaus (Foto: OÖG)

Jeder kennt diese Tage im Winter, an denen man sich einfach ausgelaugt und schlapp fühlt. Die Diätologin Martina Voglsam (PEK Steyr) wundert das nicht: „Wegen der kurzen Tage im Winter produziert der Körper mehr Schlafhormon Melatonin. Gleichzeitig werden unsere Reserven am Gute-Laune-Hormon Serotonin aufgebraucht. Zudem braucht unser Körper bei Minusgraden mehr Energie, um seine Temperatur aufrecht zu erhalten. Das strengt ihn an.“ Genau diese Anstrengung ist oft auch für Heißhungerattacken verantwortlich. „Was der Organismus jetzt dringend braucht, sind Vitalstoffe in jeder Form: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente“, so die Expertin.

Wintergemüse gegen den Winterblues

Im heimischen Wintergemüse finden sich wahre Vitaminbomben. „Kohl ist ein echtes Kraftpaket und sollte in all seinen Varianten immer wieder am Teller landen. Nur 100 Gramm Kohlsprossen decken den Tagesbedarf an Vitamin C ab“, erklärt die Diätologin. Aber auch andere Gemüsesorten wie Weißkraut, Lauch, Zwiebel, Brokkoli, Rote Rüben, Sellerie oder Karotten besitzen wertvolle Inhaltsstoffe, die effektiv vor Erkältungen schützen. „Vogerlsalat wächst von allen Salatsorten am weitesten in den Winter hinein. Sein hoher Gehalt an Vitamin C macht ihn im Winter besonders wertvoll“, so Voglsam.

Bei der Obstauswahl sollte man heimische Sorten oder Vorräte aus der Tiefkühltruhe - wie Beeren aus dem eigenen Garten - den exotischen Früchten vorziehen. „Äpfel, Birnen, Hagebutte oder Sanddorn sind im Winter die richtige Wahl. Beim Obst sollte man sich allerdings auf zwei Portionen (= zwei Handvoll) pro Tag beschränken, da es im Gegensatz zu Gemüse Fruchtzucker enthält“, weiß die Ernährungsexpertin.

Trinken auch im Winter nicht vergessen

Nicht nur im Sommer braucht unser Körper ausreichend Flüssigkeit. „Das Durstgefühl nimmt bei kalten Temperaturen ab, deswegen sollten wir uns immer wieder bewusst ans Trinken erinnern“, sagt Voglsam. Eine Trinkflasche in der Tasche bzw. gut sichtbar am Arbeitsplatz macht also auch im Winter Sinn.

„Am besten greift man auf zuckerfreie Getränke zurück. Zucker in flüssiger Form liefert zwar schnell Energie – jedoch ist dieser Effekt nur von kurzer Dauer. Da der Blutzuckerspiegel auch sehr rasch wieder sinkt, fühlen wir uns danach erst recht müde und antriebslos. Besonders in dieser kalten Zeit können verschiedene Teesorten (ungezuckert) Abwechslung bringen.“

Zudem sei es wichtig, ausgeglichen zu leben und regelmäßig Sport zu betreiben, um das Wohlbefinden zu steigern und dem Winterspeck keine Chance zu geben.

 


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