Verband lässt Tabea nicht mitspielen
STEYR. Die 10-jährige Tabea Puritscher gilt beim DBK Steyr als Toptalent. Sehr zum Ärger ihres Vereines darf sie allerdings seit der neuen Saison nicht mehr für das U12-Team spielen, weil sie zu jung ist. Der OÖ Basketballverband (OÖBV) hat seine Gründe.

„Sie ist eines der größten Talente in der Geschichte des Steyrer Damenbasketballs“, schwärmt Sportleiter Ernst Schlemmer über Tabea Puritscher. Seit September 2014 spielt sie bei den Hexen und hat dank ihres Könnens gleich bei den Älteren Fuß gefasst. In den Spieljahren 2014/15 und 2015/16 bestreitet sie 56 Spiele für das U12-Team. Im Sommer 2016 hat der Oberösterreichische Basketballverband (OÖBV) eine Bestimmung eingeführt, der den Einsatz von jüngeren Spielerinnen nicht mehr erlaubt. „Apelle an den OÖ. Verband die Beschränkung aufzuheben, blieben erfolglos“, ärgert sich Schlemmer.
Verband wehrt sich
In seinem Klub seien acht weitere Mädchen vom Spielverbot betroffen, sagt Schlemmer. Sebastian Waser, Nachwuchsreferent des OÖBV, bestätigt, dass man neue Strukturen eingeführt hat. „Wir haben Zwischenstufen wie U11 oder U13 eingeführt. Was wir nicht wollen, ist zum Beispiel, dass U16-Teams mit 12-Jährigen aufgefüllt werden.“ Es sei aber wie auch schon vorher möglich, dass Nachwuchsspieler in der nächsthöheren Klasse spielen. Es können also U10-Spieler in der U11 mitmachen. „Der DBK Steyr hätte auch genügend Mädchen für eine U11, meldet diese Klasse aber nicht“, so Waser.
Sondergenehmigung möglich
Außerdem sei es laut Waser möglich, einen Antrag auf eine Sonderspielgenehmigung - etwa für Tabea Puritscher - zu stellen. „Das ist aber von Steyrer Seite bisher nicht passiert“, betont Waser. Trifft ein Antrag ein, werde der Vorstand des OÖBV entscheiden.


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