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STEYR. Ein hochspannendes Match sehen die Zuschauer beim Regionalliga-Nachtrag zwischen Vorwärts und Lafnitz. Nach einem 0:3-Pausenrückstand holen die Heimischen noch ein 3:3-Unentschieden. Dieses Kunststück ist den Rot-Weißen zuletzt am 10. April 1999 in der Bundesliga gegen Rapid Wien gelungen.

Riesenjubel nach dem 3:3-Ausgleichstreffer von Stefan Gotthartsleitner. Foto: Moser
Riesenjubel nach dem 3:3-Ausgleichstreffer von Stefan Gotthartsleitner. Foto: Moser

Die Gäste aus der Steiermark drücken zu Beginn aufs Tempo und zeigen ihre individuelle Klasse. Vorwärts kommt erst nach 20 Minuten besser ins Spiel, gerät dann aber durch einen Doppelschlag der Lafnitzer (29., 30.) mit 0:2 in Rückstand. Spätestens nach dem 0:3 durch Kröpfl, der mit einem prächtigen Schuss ins Kreuzeck trifft (44.), scheint die Partie entschieden.

Aufholjagd wird belohnt

Kurz nach der Pause lässt Frljuzec einen Sitzer auf das 0:4 aus. In der 54. Minute verlängert Nicolas Wimmer einen langen Ball per Kopf, Yusuf Efendioglu hebt das Spielgerät zum 1:3 in die Maschen. Durch den Treffer geht ein Ruck durch die Vorwärts-Elf, die nun Angriff um Angriff fährt. Michael Halbartschlager wird bei einem Eckball von Gschiel niedergestoßen, Schiedsrichter Fröhlacher gibt Elfmeter. Der Gefoulte tritt selbst an und verwandelt souverän zum 2:3 (60.).

Leider finden bei diesem tollen Match nur 500 Zuschauer ins Stadion, die machen aber ordentlich Stimmung und treiben ihre Mannschaft weiter nach vorne. In Minute 77 sieht Tieber wegen Tätlichkeit die Rote Karte. Vorwärts drückt auf den Ausgleich und wird in der 90. Minute belohnt. Stefan Gotthartsleitner zieht von der Außenlinie Richtung Strafraum und donnert den Ball aus 18 Metern via Innenstange genau zum 3:3 ins Eck.

Trainer-Stimmen zum Spiel:

Gerald Scheiblehner: „In den ersten 15 Minuten hatten wir Probleme, danach wir ich gar nicht so unzufrieden mit der ersten Halbzeit. Wir haben vor den ersten beiden Toren haarsträubende Fehler gemacht. Man muss immer an seine Chance glauben. In der Pause habe ich der Mannschaft gesagt, dass sie ruhig weiterspielen soll. Es freut mich für die Burschen, dass wir noch einen Punkt geholt haben.“

Ferdinand Feldhofer: „Wir haben in der ersten Halbzeit viel investiert, hoch attackiert und so versucht, die langen Bälle von Steyr zu verhindern. Nach der Pause haben wir die Chance auf das 4:0 vergeben. Nach dem 1:3 ist dann der Kopf ins Spiel gekommen. Am Ende müssen wir froh sein, dass wir noch einen Punkt mitgenommen haben.“

SK Vorwärts Steyr - SV Lafnitz 3:3 (0:3)

Vorwärts (4-2-3-1): Großalber; Halbartschlager, Danninger (78. Gulajev), Wimmer, Staudecker (78. Ph. Bader); Chr. Bader, Himmelfreundpointner; Gotthartsleitner, Martinovic, Sulejmanovic (88. Hebesberger); Efendioglu. Ersatz: Staudinger; F. Bichler. Trainer: Gerald Scheiblehner.

Lafnitz (4-4-2): Wabnig; Gschiel, Tomka, Köfler, Grasser (71. Rodler); Friedl (69. Acimovic), Kager, Waldl, M. Kröpfl; Frljuzec (88. Feiner), Tieber. Ersatz: Zingl; Wetl. Trainer: Ferdinand Feldhofer.

Torfolge: 0:1 (29.) Frljuzec, 0:2 (30.) Frljuzec, 0:3 (44.) M. Kröpfl, 1:3 (54.) Efendioglu (Wimmer), 2:3 (60./Elfmeter) Halbartschlager, 3:3 (90.) Gotthartsleitner (Himmelfreundpointner).

Gelbe Karten: Wimmer (68. Foul), Gotthartsleitner (77. Unsportlichkeit), Ph. Bader (83. Unsportlichkeit), Gulajev (83. Unsportlichkeit); Kager (38. Foul), M. Kröpfl (44. Unsportlichkeit), Grasser (55. Foul), Gschiel (59. Foul), Wabnig (94. Unsportlichkeit), Rodler (95. Foul).

Rote Karte: Tieber (77. Tätlichkeit).

Samstag, 18. März 2017; Vorwärts-Stadion, 500 Zuschauer

SR Thomas Fröhlacher; Kurt Hertelt, Emil Ristoskov


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