Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

STEYR. Was die Stadt Steyr für die Erreichung der Klimaziele von Paris beiträgt, wollte Alfred Rieger bei der Bürgerfragestunde im Gemeinderat wissen. Die Antworten sind für ihn nicht befriedigend.

600.000 Euro hat der Reinhaltungsverband Steyr und Umgebung im Jahr 2014 in eine Photovoltaikanlage mit 400 kW-Peak investiert. Foto: RHV

„Jeder von uns muss alles daran setzen, seinen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten und unsere Politiker sind da natürlich besonders gefordert. Nur dann ist es noch möglich, die globale Erwärmung so gering zu halten, dass ein Überleben der Menschheit gesichert ist“, sagt Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, die kürzlich für einen Vortrag in Steyr zu Gast war.

Reduktionsziel: 36 Prozent

Österreich hat sich im Rahmen der Klimaziele von Paris verpflichtet, seinen Schadstoffausstoß bis 2030 deutlich zu reduzieren, die EU-Vorgabe lautet minus 36 Prozent. „Wir haben nach den Aussagen von Frau Kromp-Kolb festgestellt, dass es höchste Eisenbahn ist, den Klimaschutz endlich ernst zu nehmen. Es sollte aber nicht so gemütlich wie mit der Steyrtalbahn gehen, sondern eher wie mit einem Railjet“, sagt Alfred Rieger, Obmann der Bürgerinitiative Grüngürtel statt Westspange. Weil der Klimaschutz auch eine regionale Angelegenheit ist, hat Rieger im Rahmen der Bürgerfragestunde im Gemeinderat eine Anfrage gestellt. Er wollte wissen, welche konkreten Maßnahmen Steyr für den Klimaschutz setzt.

„Eine gute Grundlage“

Beantwortet hat die Anfrage Umweltstadtrat Reinhard Kaufmann (Grüne). Für ihn sind die bereits gesetzten Maßnahmen der Stadt in verschiedenen Bereichen „eine gute Grundlage“. Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Gebäuden, LED-Straßenbeleuchtung oder die Energieberatung gehören ebenso dazu wie eine vorausschauende Stadtentwicklung (Grünzüge), die Förderung von Öffis und Fahrradverkehr oder Innovationen (Steyr 2030, Smart Mobility). „Wir werden den Klimaschutz wesentlich im Blick haben. Die Beteiligung der Bürger ist sehr wichtig“, so Kaufmann.Für Alfred Rieger waren die Antworten der Stadt zu karg. „Wir als Verein werden nächstes Jahr Ideen vorstellen, wie wir rechtzeitig das Klimaziel erreichen und trotzdem wirtschaftlich erfolgreich bleiben. Schließlich soll Steyr eine lebenswerte Stadt bleiben.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden