Weiterhin krasse Einkommensunterschiede
STEYR. Frauen in Oberösterreich verdienen im Jahr um 12.845 Euro weniger als Männer. „Lohngerechtigkeit zwischen Frau und Mann ist überfällig, Gehaltsunterschiede sind durch mehr Transparenz zu verkleinern.“ So lautet die zentrale Botschaft auf einer Karte, die SPÖ-Frauen und -Männer anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März in gemeinsam mit einer Nelke an verteilten.

„Wir wollen Frauen und Männer dafür gewinnen, gemeinsam mit uns Partei zu ergreifen für eine gerechtere Gesellschaft, denn es darf nicht noch einmal 100 Jahre dauern, ehe es eine echte Gleichstellung zwischen Frauen und Männern gibt!“, betonte Bezirksparteivorsitzender Nationalrat Markus Vogl bei der Verteilaktion in Steyr. „Alle gesellschaftspolitisch relevanten Themen sind auch Frauenthemen. Deshalb müssen wir zusammenstehen und uns engagieren, um die Sache der Frauen voranzubringen,“ zielt Bezirksfrauenvorsitzende 3. Landtagspräsidentin Gerda Weichsler-Hauer in die gleiche Richtung.
Jedes Jahr die selben Forderungen
„ Same procedure as every year“ – unter diesem Motto ließen sich die all jene berechtigen Forderungen zusammenfassen, die jedes Jahr rund um den Frauentag plakativ und zum x-ten Mal hochkochen, kurz mediale Beachtung finden und danach sowohl aus den Schlagzeilen, als auch aus dem Fokus der tagespolitischen Agenda wieder verschwinden. „Um das zu verhindern, gibt es jetzt den Plan A. Die SPÖ OÖ setzt im Jahr 2017 neben den Themen Arbeit und Ausbildung auf ein Aufholen in der Frauenpolitik und wird damit den von Bundeskanzler Christian Kern in Wels vorgestellten Plan A für Österreich klar unterstützen“, sagt Weichsler-Hauer.
Mindestlohn von 1500 Euro
Der Plan A sieht unter anderem einen Mindestlohn von 1500 Euro vor. Weit mehr als 200.000 Frauen verdienen derzeit weniger als 1500 Euro bei Vollzeit. Gerade in frauendominierten Branchen sind die Löhne niedrig. In Oberösterreich beträgt der Einkommensunterschied sogar 26,76 Prozent, mit ganzjährigen Bezügen und Vollbeschäftigung.
Gehälter offen legen
Ebenso ist im Plan A ein Lohntransparenzgesetz vorgesehen, mit dem die Gehälter im Betrieb offen gelegt werden. Wenn eine Frau weiß, wie viel ihr männlicher Kollege mit gleicher Ausbildung, Berufserfahrung und Tätigkeit verdient, hat sie in den Gehaltsverhandlungen bessere Argumente bei der Hand.


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