Weniger Arbeitsplätze für Männer
REGION STEYR. Oberösterreichweit gibt es im Vergleich zu 2008 um 6,3 Prozent mehr Arbeitsplätze. In Steyr und Steyr-Land ist allerdings das Jobangebot für Männer gesunken.

Die Arbeiterkammer (AK) hat eine Leistungsbilanz der Steyrer Beschäftigten präsentiert. „Damit wollen wir zeigen, dass die Arbeitnehmer enorme Leistungen bringen“, sagt AK-Präsident Johann Kalliauer, der einmal mehr eine Vermögensbesteuerung fordert. „Es braucht jedenfalls eine Entlastung des Faktors Arbeit“, so Kalliauer.
Frauen profitieren
In der Wirtschaftskrise 2008 gingen etliche Arbeitsplätze verloren, seit 2009 steigen die Beschäftigungszahlen in Oberösterreich regelmäßig an. Wobei klar deutlich wird, dass immer mehr Frauen erwerbstätig sind. Im Arbeitsmarktbezirk Steyr sind im Vergleich zu 2008 um 7,3 Prozent mehr Frauen in Beschäftigung. Bei den Männern sind die Auswirkungen der Wirtschaftskrise immer noch sichtbar, hier hat sich der Beschäftigungsstand um 0,6 Prozent verringert. Dies ist in keinem anderen Bezirk in Oberösterreich der Fall.
Viele Überstunden
Die AK-Leistungsbilanz zeigt, dass oberösterreichweit 40 Millionen Mehr- und Überstunden geleistet werden. „Ein Fünftel davon wird nicht entlohnt“, sagt Steyrs AK-Bezirksstellenleiter Gerhard Klinger. Die AK hat auch ausgerechnet – anhand von 31 Unternehmen mit mehr als 49 Beschäftigten –, dass die Pro-Kopf-Wertschöpfung in der Region Steyr bei mehr als 82.000 Euro liegt.
Beschäftigungsentwicklung (2008 bis 2016)
Oberösterreich: +6,3 Prozent (Frauen: +8,6 %; Männer: +4,4 %)
Steyr & Steyr-Land: +2,9 Prozent (Frauen: +7,3 %; Männer: -0,6 %)


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