Bahnbrechende Medizin-Entdeckung
STEYR. In der Labormedizin des Krankenhaus Steyr konnte ein Zusammenhang zwischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Stoffwechselproblemen und Depressionen nachgewiesen werden.

Die Untersuchungen von 251 Patienten im Alter von 18 bis 70 Jahren fanden in wissenschaftlicher Kooperation mit der Medizinischen Universität Graz und der Johannes-Kepler-Universität Linz statt. Alle Patienten hatten gastrointestinale Beschwerden – also Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall. Bei Patienten mit Fruktose-Unverträglichkeit zeigten sich deutlich häufiger Anzeichen einer Depression.
Lebensqualität verbessern
Hinter dem etwas sperrigen Titel „Tryptophanstoffwechsel, Kohlenhydrat-Unverträglichkeiten und Depression“ verbirgt sich eine Erkenntnis, die die Lebensqualität tausender Menschen massiv verbessern kann. „Tryptophan ist der Rohstoff, welcher im Körper unter anderem für die Produktion von Serotonin verantwortlich ist, dem sogenannten Glückshormon“, erklärt der Steyrer Labormediziner Dietmar Enko. „Es wird angenommen, dass durch einen erhöhten Serotoninspiegel die Stimmung aufgehellt und Depressionen gelindert werden können. Funktioniert die Umwandlung im Körper aber nicht richtig, so kommt es zu einem Serotoninmangel.“
Auszeichnung in Japan
Beim diesjährigen 29. Weltkongress der Gesellschaften für Pathologie und Labormedizin im japanischen Kyoto erhielt Enko als Erstautor eine Auszeichnung für die beste Posterpräsentation. Die Arbeit wurde bereits im September in der international renommierten Zeitschrift „Psychiatry Research“ publiziert.


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