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STEYR. Um die richtigen Mieter für leerstehende Flächen in der Altstadt zu finden, haben der Verein „Steyr lebt“ und das Stadtmarketing das Konzept „Startplatz“ ausgearbeitet. Vorerst steht dafür ein Budget von 100.000 Euro zur Verfügung.

Daniela Limberger (links) und Petra Wiesner Foto: klartext-kreil
Daniela Limberger (links) und Petra Wiesner Foto: klartext-kreil

Neun Geschäftslokale in 1a-Lage sind im Steyrer Zentrum aktuell nicht besetzt. Sechs am Grünmarkt, zwei am Stadtplatz (Libro, Volksbank) und eines in der Pfarrgasse (Shisha Bar). In der Enge gibt es aktuell keinen Leerstand. Auch weil sich rund um den innovativen Eisladen Buburuza als Frequenzbringer neue Geschäfte angesiedelt haben.

Kreative Ideen gesucht

„Im Vergleich zu anderen Städten haben wir bei den Leerständen noch einen gesunden Wert, müssen uns aber natürlich mit dem Thema ständig auseinandersetzen“, sagt Stadtmarketing-Chefin Daniela Limberger. Mit der Kampagne „Neustart“, die über den Verein Steyr lebt abgewickelt wird, begibt man sich auf die Suche nach kreativen Unternehmern, die Abwechslung und Frequenz in die Innenstadt bringen. „Vom Herrenschneider bis zur Bierbraumeisterin und von der Chocolatiere bis zum südostasiatischen Fingerfood-Spezialisten – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt“, sagt Vereinsobfrau Petra Wiesner, die seit zwölf Jahren erfolgreich eine Modeboutique in der Innenstadt führt.

Breite Unterstützung

Bis Jahresende will man sechs kreative Ideen mit einem Budget von 100.000 Euro maßgeschneidert fördern. Bei der Finanzierung unterstützen Land Oberösterreich, Stadt Steyr und die Wirtschaftskammer. Den infrage kommenden Betrieben wird auf drei Wegen geholfen, damit sie sich für einen Standort im Stadtzentrum entscheiden. Für maximal zwei Jahre gibt es einen Mietzuschuss von zwei Euro pro Quadratmeter. „Natürlich sind die Zuschüsse an Mietobergrenzen gekoppelt. Sie sollen den Neustartern helfen und nicht ein Zuschuss für die Vermieter sein“, erklärt Wiesner. Außerdem wird den kreativen Köpfen über eine Kooperation mit dem Netzwerk Smart Innovation ein Coaching angeboten (Recht, Finanzierung, Marketing).

Ladeneinrichtung wird verliehen

Auch eine mobile Ladeneinrichtung – designt von Sebastian Zachl – wird den Neuankömmlingen bei Bedarf zur Verfügung gestellt.“Wir wollen den Leerstand mit einem guten Mix reduzieren“, betont Stadtmarketing-Chefin Limberger. Funktioniert das Projekt, ist eine Ausweitung auf die Stadtteile Steyrdorf und Bahnhofsviertel geplant. Details und Kriterien findet man online auf www.startplatz-steyr.at

Steyr lebt ist seit 2014 aktiv. Der Verein hat 130 Mitglieder und einen Jahresumsatz von einer Million Euro. Eine Hauptaufgabe ist die Abwicklung der Steyr Shopping Card.


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