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STEYR. Jährlich präsentiert die Arbeiterkammer (AK) eine Bilanz. 2018 hat man für die Mitglieder in der Region Steyr 2,95 Millionen Euro erkämpft.

Johann Kalliauer, Gerhard Klinger Foto: AK
Johann Kalliauer, Gerhard Klinger Foto: AK

Probleme bei Lohn, Gehalt, Überstundenauszahlungen und Endabrechnungen (625 Anfragen), gefolgt von Fragen zur Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspension (228) haben die AK-Experten in Steyr im Vorjahr am meisten beschäftigt. „Sehr viele Beratungen wurden auch zur einvernehmlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses, zur Arbeitgeberkündigung, zur Altersteilzeit und zu Mutterschutz, Karenz oder Elternteilzeit abgehalten“, sagt Bezirksstellenleiter Gerhard Klinger.

Abfertigung falsch berechnet

Die erstrittenen Beträge fielen in sehr unterschiedlicher Höhe aus. Der kleinste machte 18,74 Euro aus. „Hier ging es um den Zuschlag für zwei Überstunden“, so Klinger. Für eine Angestellte im Metallgewerbe konnte die Zahlung von 27.060 Euro erreicht werden. Weil der Arbeitgeber die Mitarbeiterin gegen ihren Willen auf Teilzeit umstellen wollte, kam es nach 15-jähriger Firmenzugehörigkeit zur Trennung. Das Unternehmen berechnete die Abfertigung falsch – nämlich als hätte die Mitarbeiterin eineinhalb Jahrzehnte nur Teilzeit gearbeitet.

Hilfe bei Firmen-Pleiten

Die Arbeiterkammer wird auch aktiv, wenn ein Betrieb Konkurs anmelden muss – die Experten helfen bei der Sicherung von ausstehenden Löhnen und Ansprüchen. Im Vorjahr erkämpfte die AK Steyr für 289 Personen in diesen Fällen insgesamt 1,61 Millionen Euro. In sozialrechtlichen Fragen (zum Beispiel Pensionsansprüche, Pflegegeld) ging es in 54 Fällen um eine Summe von 990.000 Euro.


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