Diesel gegen den Klimawandel
STEYR. Über 200 Millionen Euro sind heuer im Dieselmotoren-Entwicklungszentrum bei BMW in Steyr investiert worden. 700 Mitarbeiter sind dort beschäftigt und kümmern sich auch um das Thema Elektromobilität.

„Unsere neue Dieselmotoren-Generation wird ab 2020 anlaufen. Diese Motoren bringen Einsparungen beim Verbrauch und damit auch bei den CO2-Emissionen von bis zu neun Prozent“, sagt Fritz Steinparzer, Leiter Dieselmotoren-Entwicklung. „Wir werden den Diesel auch in Zukunft weiterentwickeln. Neue Fahrzeuge mit aktueller Diesel-Technologie sind ein sehr wirksamer Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel. Kein Verbrennungsantrieb ist so effizient und sparsam.“
Komponenten für Elektromobilität
Daneben werden auch die Aktivitäten für Elektromobilität laufend erweitert und neue Prüfstände eingerichtet. Erst seit kurzem in Betrieb ist ein Akustikprüfstand für Elektro-Antriebe. Die Schallmessungen, die hier durchgeführt werden, liefern wertvolle Erkenntnisse zur weiteren Optimierung der Bauteile. Die Prüfung des kompletten Antriebsstrangs ist in dieser Form einzigartig und sehr effizient. Erspart sie doch in vielen Anwendungsbereichen den zeit- und kostenintensiven Aufbau eines kompletten Fahrzeugs. „Unser Know-how bei Antrieben hört beim Verbrennungsmotor nicht auf: Schon heute werden bei uns am Standort hochkomplexe Komponenten für Elektromobilität entwickelt. Auch die Kühlkreisläufe für die kommenden, batterieelektrischen Fahrzeuge werden hier in Steyr entwickelt und erprobt“, so Steinparzer.
Abwärme für die Heizung
In Summe sind im Entwicklungszentrum 41 Prüfstände im Einsatz, die beinahe jede Fahrbedingung abbilden können – darunter auch minus 40 Grad Celsius oder 5.000 Meter Seehöhe. Die Abwärme der Motoren beim Testlauf wird über eine Wärmerückgewinnung in den Heizkreislauf eingespeist, was eine Reduktion des Heizbedarfs im Entwicklungszentrum um 70 Prozent bedeutet.


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