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STEYR. “Leider haben in den vergangenen Tagen immer wieder Unternehmen versucht, ihre Mitarbeiter in die Kündigung zu drängen, ohne über Alternativen nachzudenken“, sagt Andreas Brich. Der Regionalvorsitzende des ÖGB Steyr appelliert an Betriebe, das Kurzarbeitsmodell zu nutzen.

Andreas Brich Foto: ÖGB Steyr
Andreas Brich Foto: ÖGB Steyr

Die intensive Zusammenarbeit zwischen den Sozialpartnern und dem AMS habe ein Corona-Kurzarbeitsmodell hervorgebracht, das den Fortbestand von Unternehmen bzw. Arbeitsplätzen sichere, so Brich. So übernimmt der Bund schon ab dem ersten Tag die Sozialversicherungsbeiträge für die Beschäftigten.

„Nichts voreilig unterschreiben“

„In Betrieben ohne Betriebsrat erleben wir leider oft, dass es überhaupt keine Hemmschwellen gibt und sofort gekündigt wird“, so der stellvertretende Regionalvorsitzende Franz Damhofer. Er weist auch darauf hin, dass Arbeitnehmer nichts voreilig unterschreiben sollen: „Am besten ist es, mit der Gewerkschaft Kontakt aufzunehmen. Dort wird der Inhalt auf mögliche Fallstricke überprüft.“

Unter Druck

„Wir können sehr gut verstehen, dass viele Unternehmen durch die aktuelle Situation unter Druck sind und Nervosität herrscht. Es ist aber gerade jetzt wichtig, Ruhe zu bewahren und gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Nur so können wir die Krise bewältigen und die langfristigen Folgen für unsere Gesellschaft gering halten“, sagt Andreas Brich.

Informationen

Der ÖGB hat für alle Arbeitnehmer die Webseite www.jobundcorona.at ins Leben gerufen und betreibt unter der Telefonnummer 0800 22 12 00 80 eine Hotline für alle arbeitsrechtlichen Fragen rund um das Corona-Virus.

Der ÖGB Steyr steht Mitgliedern mit seinem Know-how zur Verfügung. Derzeit muss das Regionalsekretariat zwar geschlossen bleiben, ein Kontakt ist jedoch per E-Mail möglich: steyr@oegb.at.


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