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WARTBERG/STEYR. Der Mensch sucht die Nähe des Wassers, er fühlt sich wohl an Ufern. Wohnraum an Seen und Flüssen ist beliebt und wird nachgefragt. Der Haken: Das Wasser ist nicht immer berechenbar und bei Hochwasser schwindet die Begeisterung ebenso schnell wie der Wasserspiegel steigt. 

Foto: Archionic
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Die Politik trägt dem aus nachvollziehbaren Gründen Rechnung: In potenziellen Gefahrenzonen darf nicht gebaut werden. Die Steyrer Architekten und Immobilienentwickler von Archionic tun das doch. Robert Steiner, einer der drei Geschäftsführer, sagt: „Eine Ruhelage am Fluss mit Blick in die Alpen in zentraler Lage im Traunviertel in einer attraktiven Gemeinde – das hat uns keine Ruhe gelassen.“ Die Architekten aus Steyr machen aus der „Not“ eine Tugend. Sie planen in zentraler Lage am Kremsufer in Wartberg zwei Objekte mit insgesamt 24 hochwertigen Eigentumswohnungen, die allen Anforderungen der Hochwasser-Regeln und des Wasserrechts voll entsprechen. 

Objekt ruht auf Stelzen

Die Wohnpark Kremsufer-Objekte ruhen auf Stelzen. „Auch ein 100-jähriges Hochwasser kann an den Wohnungen keinen Schaden anrichten, ebenso wenig wie die Verdrängung durch die Bausubstanz bei einem elementaren Hochwasser eine Auswirkung auf Dritte haben kann. Das war natürlich eine Voraussetzung dafür, überhaupt mit dem Planen zu beginnen“, sagt Steiner. Kommt es wirklich zu einem starken Hochwasser, müssten lediglich die Fahrzeuge weggestellt werden. Der Raum unter den Häusern ist - als eine Art Carport – für Fahrzeuge definiert. Demnächst wird in Wartberg flussaufwärts ein Rückhaltebecken realisiert. Damit sollte ein elementares Hochwasser im Areal der Wohnobjekte ohnehin ausgeschlossen sein. 

Alles was man braucht 

Die Eigentumswohnungen werden in Größen von 53 bis 98 Quadratmetern Wohnfläche errichtet. Der Verkauf der Wohnungen hat bereits begonnen, der Spatenstich ist für Ende 2020 geplant. Steiner: „Das Projekt entspricht allem, was man von nachhaltigem und zukunftsfähigem Wohnbau erwartet. Hochwertiger Wohnraum in zentrumsnaher Lage, verdichtete Bauweise, fußläufige Distanzen zu möglichst vielen infrastrukturellen Einrichtungen, die individuelle Fahrten mit dem Auto in der Regel überflüssig machen.“ Der Bahnhof für Pendler ist nur 350 Meter entfernt. Alle Einrichtungen für den Alltag, vom Bäcker, dem Supermarkt über die Musikschule bis zum Gemeindeamt sind maximal ein paar hundert Meter entfernt. Den allerweitesten Weg haben die jüngsten Gemeindebewohner zu bewältigen: Die Distanz zur Volksschule und zur Neuen Mittelschule sind es auch nur 700 Meter.

Lokale Biowärme, Sonnenstrom und eCar-Sharing

Nachhaltigkeit spielt auf vielen Ebenen eine Rolle. Die Bewohner können von der Photovoltaikanlage am Dach Strom für den Eigenbedarf „ernten“ – für den Haushalt oder für ein eigenes Elektroauto. Alle PKW-Stellplätze der Eigentümer sind mit Ladestellen ausgestattet. Über das Jahr gerechnet ist ein Ertrag von rund 40.000 Kilowattstunden zu erwarten. Die Beheizung der Wohnungen erfolgt mittels Biomasse. „Auch dabei war uns der lokale Aspekt wichtig. Die Wärme kommt von einer Biowärme-Anlage im Ort, in der zum Großteil Holzabfälle verwertet werden“, sagt Steiner, Aufgewertet wird das Wohnprojekt zusätzlich mit eCar-Sharing. Ein überdachter Standplatz mit einem Ladeplatz für ein Elektroauto wird unmittelbar bei den Besucherparkplätzen errichtet.

 “Garteln“ am Ufer der Krems

Direkt am Ufer zur Krems wird ein rund 300 Quadratmeter großer Gemüseacker zur Verfügung gestellt, den die Bewohner gemeinsam – und natürlich jeweils freiwillig – bewirtschaften können. Zwei großzügig ausgestattete Spielplätze für den Nachwuchs sind fix eingeplant. Die Fassade der Häuser wird begrünt. Die Wohnungen sind dank großer Glasflächen hell, die großzügigen Loggien sind sonnseitig ausgerichtet. Virtuell existiert „Wohnen am Kremsufer“ bereits. Interessierte können dank eines 3D-Modells einen virtuellen Rundgang durch die unmittelbare Umgebung, aber auch durch einzelne Wohnungen unternehmen.


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