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DIETACH/OÖ. Klimabedingte Schäden, Stürme, Schneedruck und der Borkenkäfer setzen den heimischen Wäldern zu. Seit Anfang Februar können Gelder aus dem Waldfonds beantragt werden. Rund 40 Millionen Euro dürften an Oberösterreichs Waldbauern gehen.

Von links: Forstdirektorin Elfriede Moser, Elisabeth Köstinger, Max Hiegelsberger und Waldverband Obmann Franz Kepplinger Foto: BMLRT/Michael Gruber

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger war am Dienstag in Dietach zu Gast, wo sie gemeinsam mit Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und Vertretern der Forstwirtschaft eine Waldfläche von Johannes Kampenhuber besichtige. „Der Wald ist für mich ein wichtiges Standbein im Betrieb. Nach den Schäden durch die Windwürfe der 1990-iger Jahre, wo circa sieben Hektar geworfen wurden und weiteren zwei Hektar Schadfläche durch Borkenkäfer in den letzten vier Jahren ist mehr als die Hälfte der forstlichen Betriebsfläche verlorengegangen“, erzählt Kampenhuber, der auch Bürgermeister von Dietach ist.

„Wälder brauchen Hilfe“

Die Bundesregierung hat zur Unterstützung einen Waldfonds beschlossen, 350 Millionen Euro stehen österreichweit zur Verfügung. Seit Anfang Februar können die Gelder beantragt werden. „Unsere Wälder brauchen Hilfe. Die Maßnahmen reichen von der Unterstützung bei der Wiederaufforstung über die Abgeltung von Borkenkäferschäden bis hin zur Einrichtung von Holzlagerstätten und Forstschutzmaßnahmen“, erklärt Ministerin Köstinger.

Weg weitergehen

Laut Agrar-Landesrat Hiegelsberger wurden in Oberösterreich in den letzten fünf Jahren mit öffentlicher Unterstützung 15 Millionen Bäume neu gepflanzt. „Diesen Weg können wir mit den Mitteln aus dem Waldfonds beherzt weitergehen. Durch die Aufforstung mit Mischbaumarten und umfassende Pflegemaßnahmen entstehen gesunde, stabile aber auch ertragreiche Wälder, die besser an die Erhitzung des Klimas angepasst sind“, so Hiegelsberger.

Insgesamt zehn Maßnahmen werden gefördert, Gelder für folgende sechs Maßnahmen können seit 1. Februar beantragt werden:

- Wiederaufforstung und Pflegemaßnahmen nach Schadereignissen (80 Mio. Euro)

- Regulierung der Baumartenzusammensetzung zur Entwicklung klimafitter Wälder (28 Mio. Euro)

- Abgeltung von durch Borkenkäferschäden verursachtem Wertverlust (60 Mio. Euro)

- Errichtung von Nass- und Trockenlagern für Schadholz (9 Mio. Euro)

- Entrindung und andere vorbeugende Forstschutzmaßnahmen (16 Mio. Euro)--

- Maßnahmen zur Waldbrandprävention (6 Mio. Euro von insgesamt 9 Mio. Euro) 

Weitere geplante Maßnahmen im Waldfonds: 

- Forschungsmaßnahmen zum Thema „Holzgas und Biotreibstoffe“ sowie Forschungsanlage zur Herstellung von Holzgas und Biotreibstoffen (31,5 Mio. Euro)

- Forschungsmaßnahmen zum Thema „Klimafitte Wälder“ (30 Mio. Euro)

- Maßnahmen zur verstärkten Verwendung des Rohstoffes Holz (62 Mio. Euro)

- Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität im Wald (13 Mio. Euro)

(Abwicklung für die Flächenmaßnahmen: 11,5 Mio. Euro)


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