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TERNBERG. In der Tips-Wahlserie werfen wir diese Woche einen Blick auf die Ausgangssituation in der Ennstal-Gemeinde Ternberg.

 (Foto: rh)
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In vielen Gemeinden im Bezirk Steyr-Land scheint schon im Vorfeld klar, welche Partei am 26. September Platz eins belegen wird. Anders ist die Ausgangssituation in Ternberg. 2003 lag die ÖVP (52 Prozent) noch klar vor der SPÖ (34 Prozent). Bei den letzten beiden Gemeinderatswahlen gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, 2009 hatte die Volkspartei fünf Stimmen, 2015 gar nur zwei Stimmen Vorsprung auf die Sozialdemokraten.

In Vaters Fußstapfen

Die SPÖ konnte sich durch Leopold Steindler dafür jeweils den Bürgermeister-Sessel sichern. Nach zwölf Jahren an der Spitze der Gemeinde zieht sich der 72-Jährige jetzt zurück. Sein Sohn Günther will in seine Fußstapfen treten. „Ehrlichkeit, Handschlagqualität und das Bürgermeisteramt im Sinne aller zu sehen, das verbindet mich mit meinem Vater“, sagt der 44-Jährige. Das klar gesteckte Ziel ist, den Bürgermeister zu halten und die Mehrheit für die SPÖ zu erringen. Günther Steindler wohnt mit seiner Frau Andrea und drei Kindern im Ortsteil Dürnbach. Wenn ihm Zeit bleibt, schraubt er am liebsten an einer alten Puch herum. Beruflich ist Steindler in der Glaserbranche tätig. Das Team der SPÖ umfasst 40 Kandidaten. „Mit dabei sind Menschen aus allen Ortsteilen, aller Altersgruppen und von sehr unterschiedlichen Berufen“, so Spitzenkandidat Steindler.

Neuer Anlauf

Der große und aller Voraussicht nach einzige Rivale um das Amt des Ortschefs wird ÖVP-Vizebürgermeister Jürgen Felberbauer. 2015 unterlag der 41-Jährige bei der Direktwahl gegen Leopold Steindler mit 1.028 zu 1.351 Stimmen. Heuer will der Unternehmer den Spieß umdrehen. Jürgen Felberbauer ist bereits seit zwölf Jahren im Ternberger Gemeinderat aktiv.

Erfahrener FPÖ-Mann

Die Freiheitlichen gehen mit Edgar Blasl als Spitzenkandidat in die Gemeinderatswahl. Der 60-jährige Unternehmer ist schon seit 24 Jahren im Ortsparlament vertreten und aktuell Gemeindevorstand. Auf eine Kandidatur als Bürgermeister verzichtet er. „Wir setzen uns für ausreichend Wohnraum ein. Außerdem fordern wir die Umsetzung der neuen Sportanlage und die professionelle Pflege des Güterwegenetzes im Gemeindegebiet“, so Blasl.

Hoffen auf zweites Mandat

159 Ternberger haben vor sechs Jahren die Grünen gewählt, damit reichte es für ein Mandat. „Dennoch haben wir viele Anträge auf den Weg gebracht, etwa die Radwege nach Dürnbach und Trattenbach, die Bäume beim Freibad oder die Begrünung des Kirchenplatzes“, sagt Spitzenkandidat Hannes Altrichter, der nicht für das Bürgermeisteramt kandidiert. „Wir laden die Ternberger Parteien dazu ein, uns auf dem Weg, das Klima zu verbessern, zu unterstützen. Die Klimamaßnahmen sollen im Umweltausschuss beschlossen werden und eine höhere Priorität bekommen“, so Altrichter. Zwei Wochen vor der Wahl plant seine Partei einen Klimastammtisch beim Bauernmarkt.

Gemeinderatswahl 2015:

ÖVP: 40,1 Prozent, 11 Mandate

SPÖ: 40,0 Prozent, 10 Mandate

FPÖ: 13,2 Prozent, 3 Mandate

Grüne: 6,7 Prozent, 1 Mandat

Bürgermeisterwahl 2015:

Leopold Steindler (SPÖ) 56,8 Prozent

Jürgen Felberbauer (ÖVP) 43,2 Prozent


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