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BAD HALL. Auf der Suche nach einer neuen Vermarktungsschiene stieß die Familie Neudecker auf den heimischen Sanddorn.

 (Foto: geh)
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Der Ranwallnerhof in Hehenberg wurde 1270 erstmals urkundlich erwähnt, seit 2004 wird der Erbhof von Anita und Robert Neudecker bewirtschaftet. Vor fünf Jahren startete man trotz vieler offener Fragen mit zwei Bio-Versuchsflächen Sanddorn, 2.300 Pflanzen wurden auf 1,5 Hektar angebaut. „2019 ernteten wir die ersten Beeren und starteten unsere Verarbeitungsversuche. Natürlich war für uns von der Ernte bis zum fertigen Produkt alles neu und ungewiss“, erzählt Anita Neudecker. Ende 2019 wurde die Sanddornfläche um 0,4 Hektar (750 Pflanzen) erweitert.

Immer etwas Neues

Nur fünf Betriebe in Österreich bauen Sanddorn an. „In Oberösterreich sind wird die Einzigen, außerdem machen wir bei der Verarbeitung alles selbst“, erzählt die Bäuerin. Die Ernte der kleinen Früchte mit hohem Vitamin-C-Gehalt ist sehr aufwändig und schmerzhaft, werden die Beeren doch von Dornen geschützt. Sanddorn-Produkte aus Bad Hall (Säfte, Marmeladen, Schokolade, Schnaps etc.) sind seit zwei Jahren erhältlich, ab Hof und bei verschiedenen Partnern. „Wir versuchen, jedes Jahr ein neues Produkt zu kreieren. Heuer gibt es zum Beispiel einen Sanddorn-Holler-Saft, außerdem wollen wir künftig auch Punsch anbieten“, erzählt Anita Neudecker. Hauptstandbein des Betriebes ist nach wie vor die konventionelle Schweine-Mast. Diese hat man allerdings schon auf die Hälfte verkleinert.

In Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband findet am 20. August eine Sanddorn-Wanderung statt. Anmeldung unter Tel. 07258/7200

Noch mehr regionale AMA Genussbetriebe findet man unter www.genussregionen.at


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