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STEYR. Die explodierenden Preise in fast allen Bereichen bringen immer mehr Steyrer an ihre finanziellen Grenzen. Dies führt zu einer enormen Steigerung des Beratungsbedarfs bei der Caritas. 

Politiker-Besuch im Paraplü (Foto: ÖVP)
Politiker-Besuch im Paraplü (Foto: ÖVP)

Sozial- und Integrationslandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) war gemeinsam mit Vizebürgermeister Michael Schodermayr (SPÖ) und Stadträtin Judith Ringer (ÖVP) in Steyr unterwegs, besucht wurden das Integrationszentrum Paraplü und die Sozialberatungsstelle der Caritas. Im Gespräch mit den politischen Vertretern schilderten die Mitarbeiter die aktuellen Probleme und Herausforderungen der täglichen Arbeit. „Der Bund hat ein umfassendes Unterstützungspaket vorgelegt, das wir mit zielgerichteten Maßnahmen ergänzen. Besonders Haushalte mit einem niedrigen Einkommen trifft die Situation doppelt. Als Land wollen wir dort helfen, wo noch zusätzliche Hilfe benötigt wird. Daher wird der Oö. Energiekostenzuschuss in Höhe von 200 Euro schnell und unkompliziert ab November automatisch ausbezahlt“, sagt Hattmannsdorfer. In Steyr betrifft das rund 890 Personen.

150 Euro von der Stadt

Um einkommensschwachen Bürger zu helfen, hat der Steyrer Gemeinderat einen Teuerungsausgleich in der Höhe von 150 Euro beschlossen. Diese Unterstützung richtet sich ebenfalls an alle Anspruchsberechtigte des Heizkostenzuschusses und kann bis Ende November beantragt werden.

Gelebte Integration

Das Integrationszentrum Paraplü entstand aus einer Initiative von Ehrenamtlichen für Kriegsflüchtlinge aus Jugoslawien vor 28 Jahren. Auch heute sind neben den beruflichen Mitarbeitern noch viele ehrenamtliche Personen tätig. Viele von ihnen sind ehemalige Flüchtlinge, die nun anderen bei der Integration in Österreich helfen wollen. Das Ziel des Integrationszentrums ist die Förderung des Zusammenlebens und die Verbesserung des Verständnisses zwischen den verschiedenen Nationalitäten. „Die Arbeit des Paraplü ist ein Paradebespiel für gelebte und gelungene Integrationsarbeit und dafür bedanke ich mich bei allen Mitarbeitern. Das Erlernen der Sprache Deutsch ist einer der wesentlichsten Schlüssel für eine erfolgreiche Integration in unserem Land“, so Landesrat Hattmannsdorfer.

 

Info zum OÖ Energiekostenzuschuss 2022: 200 Euro

  1. Alle Haushalte, die bereits im Frühjahr den Heizkostenzuschuss 2021/22 bekommen haben, erhalten antragslos ab November eine zusätzliche direkte Auszahlung von 200 Euro durch ihre Heimatgemeinde.
  2. Erfolgte im laufenden Jahr ein Wohnsitzwechsel, so ist der . Energiekostenzuschuss bei der neuen Hauptwohnsitzgemeinde zu beantragen (dazu reicht der unkomplizierte Nachweis über den Erhalt des Heizkostenzuschusses im Frühjahr 2022)
  3. Es handelt sich hierbei um Haushalte mit niedrigem Einkommen. Herangezogen wird dafür das Nettohaushaltseinkommen 2021. Bei Alleinstehenden liegt die Einkommensgrenze bei 950 Euro, bei Ehepaaren bei 1.500 Euro (Erhöhung um 380 Euro pro Kind). 

Es wird zudem eine eigene Härtefallregelung geschaffen: Rutscht ein Haushalt im Jahr 2022 mit dem Haushaltseinkommen unter die Einkommensgrenze, kann der Oö. Energiekostenzuschuss mit dem Heizkostenzuschuss 2022/23 mitbeantragt werden. Dann wird als Grundlage der Einkommensnachweis 2022 herangezogen (statt Einkommensnachweis 2021).


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