Erdwärme soll Steyr beim Erreichen der Klimaziele helfen
STEYR. Neben Gmunden und St. Martin im Mühlkreis ist auch Steyr Teil eines Forschungsprojektes, bei dem es um das Nutzen des geothermischen Potenzials geht.

Im aktuellen NEFI-Projekt „Cascade“ wird das geothermische Potenzial in Steyr, Gmunden und St. Martin im Mühlkreis in den Bereichen Industrie, Gewerbe und Wohnbau mit der innovativen Methode der stufenweisen Wärmenutzung in den kommenden zwei Jahren bis Ende 2025 untersucht.
Diese Technik ermöglicht es, die erzeugte Wärmeenergie nicht nur einmal zu verwenden, sondern in aufeinanderfolgenden Stufen oder „Kaskaden“ für verschiedene Zwecke, von der Wärme für die Industrie bis hin zur Gebäudeheizung, mit abnehmender Temperatur einzusetzen.
Weniger Energie verbrauchen
Dadurch ist eine bessere Gesamtnutzung der Wärme möglich und senkt gleichzeitig den Energieverbrauch. Für das Erreichen der Klimaziele stellt der hohe Energiebedarf der Industrie, des Gewerbes und der Haushalte eine große Herausforderung dar. Geothermie als nachhaltige Form der Energiegewinnung besitzt hohes Potenzial einen Teil dieses Energiebedarfs abzudecken.
In Gmunden liegt der Schwerpunkt auf der Molkerei, in St. Martin im Mühlkreis auf dem Bierbrauen. Der Projektfokus in Steyr konzentriert sich auf die Integration von Geothermie in das Wärmenetz, wobei die spezielle Herausforderung in der Versorgung des wertvollen historischen Gebäudebestandes besteht. „Eine Nutzung von Erdwärme für Industrie und Fernwärme hätte gerade in einer Industriestadt wie Steyr extrem positive Effekte. Wir wollen bis 2040 klimaneutral sein. Geothermie kann ein wesentlicher Schlüssel dazu sein“, sagt Steyrs verantwortliche Stadträtin Katrin Auer (SPÖ).


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