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Bad Haller Schüler gewinnen Preis des Vereins "atomstopp_atomkraftfrei leben!"

Leserartikel Marius Schedlberger, 04.07.2024 10:00

BAD HALL. Schüler der MS Bad Hall gestalteten ein Video für den Atomstopp-Jugendklimapreis und wurden mit einer Exkursion in das Sonnenwelt-Erlebnismuseum in Großschönau prämiert.

Die Schüler der MS Bad Hall mit ihren Lehrern in den selbst designten T-Shirts, begleitet von atomstopp-Geschäftsführer Herbert Stoiber vor der Sonnenwelt-Erlebnisaustellung im niederösterreichischen Großschönau. (Foto: atomstopp_atomkraftfrei leben!)

Alle drei 4. Klassen der Mittelschule beschäftigten sich, begleitet von ihren Lehrern Andrea Obermayr und Richard Blach, intensiv mit Atomenergie und bedruckten Anti-Atom-T-Shirts. So ausgestattet erarbeiteten die 56 Schüler ein zwölfminütiges Video mit dem Titel: „7 Mythen über Atomkraft, die du nie glauben solltest“. Projektleiterin Andrea Obermayr über die Bedeutung der gemeinsamen Arbeit: „Die Schüler waren vom Anfang an mit Begeisterung beim Thema und der Erarbeitung dabei und alle haben sich eingebracht. Weil alle drei 4. Klassen mitmachen wollten, haben wir ein klassenübergreifendes Gemeinschaftsprojekt gestartet“.

Erneuerbare Energien statt Atomkraft

Die Jugendlichen stellten in ihrem Video die großen Probleme und Gefahren der Atomstromproduktion teilweise witzig, teilweise ernst, jedenfalls immer seriös, ansprechend und anschaulich dar. Im Einzelnen gehen sie auf die Gefahren von Atomkraftwerken und der unlösbaren Atommüllproblematik ein. Außerdem zeigen sie auf, dass Atomstrom keinen Beitrag zur Klimawende leisten kann, weil der Neubau von Atomkraftwerken Jahrzehnte dauert und Atomstrom viel zu teuer ist. Dem stellen sie erneuerbare Energieträger wie Photovoltaik und Windkraft gegenüber.

„Wir freuen uns sehr, dass sich die Schüler auf so hohem Niveau mit den Gefahren der Atomstromproduktion auseinandersetzen. Das ist besonders wichtig, weil junge Menschen die Katastrophe von Tschernobyl nur aus der Geschichte kennen und heute 14-jährige selbst bei den Super-GAUs von Fukushima noch nicht im Kindergarten waren. Ohne diese intensive Beschäftigung mit dem Thema hat die reiche Atomlobby leichtes Spiel, für ihre teure, langsame, dreckige und gefährliche Sackgassen-Technologie immer höhere Fördermittel loszueisen“, so Herbert Stoiber, Geschäftsführer von „atomstopp_atomkraftfrei leben!“ zur Bedeutung des gelungenen Projektes.


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