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SCHIEDLBERG. Auf nur 75 Quadratmetern bietet das Gschäft'l im Schieldberger Ortszentrum Waren des täglichen Bedarfs an. Mit einem eigenen Pickerlheft startete man eine Marketingaktion wie bei den Großen.

Obfrau Isabella Klinglmair (links) mit der Macherin des Pickerlheftes Elisabeth König. (Foto: Verein für Schiedlberg/Pichler)

Das Schiedlberger Pickerlheft erzählt die Geschichte des Gschäft´l und des Ortes: Wer Knödel dreht und wer sich auf ein Tratscherl trifft, wer dort freiwillig putzt und wer bei den vielen Aktionen und Veranstaltungen dabei ist. Wer im Ort stets gut informiert ist und wer das gesellschaftliche Leben in der 1.300-Einwohner-Gemeinde prägt.

Seit dieser Woche kann geklebt werden. Pro zehn Euro Einkauf erhält man drei Pickerl, die gesammelt und ins Heft geklebt werden können. Ist das Heft voll, gibt es eine kleine Überraschung. Kreiert hat das Pickerlheft Isabella Klinglmair mit ihrem Team.

Die aus Thalgau in Salzburg „Zuagroaste“ ist seit dem Frühjahr neue Obfrau im „Verein für Schiedlberg“. Das ist der Verein, der das Gschäft´l im Ortszentrum betreibt. Seit elf Jahren gibt es den kleinen Lebensmittelnahversorger, die Schiedlberger schätzen ihren 75 Quadratmeter großen Einkaufs- und Begegnungsort.

Längere Einkfaufszeiten

„Mit dem Pickerlheft wollen wir noch mehr Menschen für den Einkauf in unserem Gschäft´l begeistern“, sagt Isabella Klinglmair. Der Erlös soll außerdem das nächste große Projekt mitfinanzieren: Das Gschäft´l soll zu einem Hybridmarkt erweitert werden – das bedeutet erweiterte Öffnungszeiten im Selbstbedienungsmodus.

„Davon erhoffen wir uns wiederum eine zunehmende Kundenfrequenz, um den Standort des Gschäft´l abzusichern“, sagt Andreas Schimpelsberger, Geschäftsführer und ÖVP-Vizebürgermeister der Gemeinde. Denn ganz so einfach ist das nicht. Viele Freiwillige arbeiten mit – zB als Putzdienste – und organisieren Veranstaltungen, damit das Gschäft´l rentabel bleibt.

Die Verbundenheit mit dem Nahversorger ist groß: Zahlreiche Firmen aus dem Ort und der Region unterstützen das Pickerlheft. „Das zeigt wie wichtig dieser Nahversorger im Ort ist“, sagt Klinglmair, die selbst die beste Motivatorin für ihr Projekt ist. Jede und jeden, den sie bei ihrem täglichen Weg von zuhause über den Kindergarten ins Gschäft´l und wieder retour trifft, überzeugt sie persönlich.


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