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TRAISMAUER. Ihre ersten musikalischen Schritte machte Stephie Hacker als Kind in Traismauer. Nun präsentierte die Musikerin dort im Rahmen einer NÖ-Premiere ihr drittes Album „You and Me“.

Stephie Hacker stellte in Traismauer ihr drittes Album vor. Foto: Ines Hochgerner
Stephie Hacker stellte in Traismauer ihr drittes Album vor. Foto: Ines Hochgerner

„Musik spielt in meinem Leben eine Rolle, seit ich denken kann. Wenn zu Hause Besuch gekommen ist, hab ich mich auf die Küchenbank gestellt und vorgesungen. Im Kindergarten hatte ich meine ersten Solo-Auftritte und mit Schulbeginn durfte ich endlich mein erstes Instrument, Klavier, lernen“, erinnert sich Hacker, die ursprünglich aus Sitzenberg-Reidling stammt und nun in Wien lebt. Ihren Musikstil bezeichnet Hacker als eine „Mischung aus all den musikalischen Einflüssen, die ich seit meiner Kindheit aufgesaugt habe“. Anfangs sei das vor allem die sogenannte klassische Musik, später Pop und im Studium vor allem Jazz gewesen. Nach einem Jahr Jazz-Gesangsstudium auf einem Konservatorium fiel die Entscheidung für ein Musikerziehungsstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

„Selbst Musik schreiben“

„Im Laufe dieser Zeit habe ich erstmals begonnen, selber Musik zu schreiben, und entdeckt, dass das genau das ist, was ich machen möchte“, so die Musikerin. Ein Aufenthalt in New York habe dies auch nochmals bestätigt. „Ich wollte meine eigene Musik machen und damit auf der Bühne stehen“, erklärt Hacker, die auch viele musikalische Vorbilder hat. „Dazu zählen Debussy und Ravel mit ihren Klangwelten, Sting als Songschreiber sowie jede Menge Musiker, die mich durch ihre Selbstverständlichkeit und Unaufgeregtheit auf der Bühne inspirieren, wie zum Beispiel die New Yorker Sängerin Gretchen Parlato.“

Inspiration von außen

Für ihr drittes Album „You and Me“ hat Hacker, wie auch schon beim zweiten Album, das zu Bildern in New York entstanden ist, nach einer Inspiration von außen gesucht und sie in dem Märchen eines Bekannten gefunden. „Dieses Märchen erzählt von zwei jungen Liebenden auf der Südseeinsel Aikutaki, die auf der Suche nach dem jeweils anderen sich selbst finden. Anfangs war es das Märchen, zu dem die neuen Songs entstanden sind. Im Laufe der Arbeit verwandelte es sich immer mehr zu meinem eigenen Märchen, meiner Geschichte“, so die Musikerin, die auf der CD zusammen mit dem Cellisten Lukas Lauermann zu hören ist.

Heimische Musiklandschaft

Hacker zufolge ist es für viele Musiker nicht leicht, sich in der „speziellen“ österreichischen Musiklandschaft durchzusetzen. „Definitiv war es für mich in New York leichter. Ich weiß nicht genau, woran das liegt, wahrscheinlich daran, dass meine Musik in keine österreichische Schublade passt. Ich weiß nicht, wie oft ich von Redakteuren und Veranstaltern schon gehört habe, dass ich mit meinen Liedern nicht in ihr bestimmtes Ressort falle. Aber es gibt ein Publikum und das muss man halt auf seine eigene Art und Weise versuchen zu erreichen“, meint Hacker.

Theaterproduktionen & Co

Hacker ist auch bei Theaterproduktionen im Einsatz und schreibt beziehungsweise arrangiert Kindermusicals. „Theater hat mich immer schon fasziniert und vor vielen Jahren hat mein Jazz-Klavier-Professor meine Telefonnummer ans Burgtheater weitergegeben, das damals Pianisten für eine Produktion gecastet hat. So bin ich da reingerutscht, hab am Burgtheater noch bei einem weiteren Stück gespielt, danach war ich musikalische Leiterin bei einer Kinderoper und hab dann viele schöne Sachen am Theater der Jugend gemacht und zuletzt für das englischsprachige Open House Theater Musik geschrieben“, erzählt Hacker.

Kinderlieder-CD

Ihr jüngstes Projekt richtet sich laut Hacker vorwiegend an ein junges Publikum: „Ich bin vor kurzem Mutter geworden, was liegt da näher, als eine Kinderlieder-CD in Angriff zu nehmen!“ Außerdem schreibt die Musikerin gerade an einer Filmmusik für einen Kurzfilm und tritt regelmäßig mit verschiedenen Programmen zusammen mit Schauspielern auf. Für weitere musikalische Projekte ist also gesorgt.

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