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OBERÖSTERREICH. Ablenkung und Unachtsamkeit sind die häufigsten Hauptunfallursachen in Österreich. Aktuelle Statistiken zeigen, dass etwa ein Drittel aller Straßenverkehrsunfälle in Oberösterreich durch Ablenkung passiert.

Für einen Handy-Lenker ist das Unfallrisiko fünfmal höher als ohne. Foto: Wodicka
Für einen Handy-Lenker ist das Unfallrisiko fünfmal höher als ohne. Foto: Wodicka

„Die Unfallursache Ablenkung nimmt ständig zu. Diese Gefahr wird generell stark unterschätzt. Deswegen ist es von großer Wichtigkeit, auf dieses Gefahrenpotential aufmerksam zu machen“, stellt Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner fest. Statistiken belegen die Gefahren, die von Ablenkung am Steuer ausgehen. Österreichweit sind mehr als 30 Prozent aller tödlichen Unfälle auf Ablenkung und Unachtsamkeit zurückzuführen.

Tendenz steigend

Die Unfallursache Ablenkung zeigt eine steigende Tendenz. In Oberösterreich ereigneten sich im Vorjahr 2204 Unfälle aufgrund von Ablenkung. Damit ist Ablenkung in diesem Jahr die häufigste Unfallursache in Oberösterreich. Dennoch werden täglich rund 151.000 Telefonate ohne Freisprecheinrichtung im oberösterreichischen Straßenverkehr geführt und weit mehr als 33.000 SMS geschrieben. „Ablenkung ist das am häufigsten unterschätzte Risiko im Straßenverkehr. Es trifft alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gleichermaßen. Wer am Straßenverkehr aktiv teilnimmt, egal ob als Fußgänger, Radfahrer, Moped-, Motorrad- oder Autofahrer, sollte die volle Konzentration auf das Verkehrsgeschehen lenken“, unterstreicht Landesrat Steinkellner.

Gefahr „Handy am Steuer“

Für einen Handy-Lenker ist das Unfallrisiko fünfmal höher als für einen Nicht-Telefonierer. Auch ein SMS-Schreibender benötigt bis zu fünf Sekunden, um auf Gefahren zu reagieren. Das Unfallrisiko für SMS schreibende Lenker ist somit 23 Mal höher. Telefonierende Fahrer begehen um 40 Prozent mehr Fahrfehler und die Konzentration eines Handy-Lenkers entspricht der eines alkoholisierten Lenkers am Steuer. Die Ablenkung ist etwa mit einem 0,8 Promille-Zustand oder sogar mehr vergleichbar.

Jugendliche sensibilisieren

Doch nicht nur Autofahrer sind im Straßenverkehr abgelenkt: E-Mails checken, Textnachrichten verschicken, Musik hören und telefonieren – diese Dinge werden oft selbstverständlich nebenher erledigt. Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert aber hundertprozentige Aufmerksamkeit. Um dieses Bewusstsein bei Jugendlichen zu fördern, bietet das Land Oberösterreich in Kooperation mit dem KFV nun neue Workshops an. „Ziel der Workshops ist es, Jugendliche auf den Weg zu bringen, um die Kompetenz zu erwerben, mit Ablenkung richtig umzugehen“, so Steinkellner. Der für Schulen kostenlose Workshop dauert zwei Unterrichtseinheiten und ist für Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren ausgerichtet. Interessierte Direktor/innen können sich unter aktionen@kfv.at für Workshops anmelden.


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