Klinger: „Die Digitalisierungswelle wird alle Strukturen verändern“
OÖ/TRAUN. Der Fensterhersteller Internorm legt künftig vermehrt seinen Schwerpunkt auf Digitalisierung: Verkaufsunterlagen werden mit Augmented-Reality-Elementen bereichert und auf Messen hält die virtuelle Realität Einzug.

„2018 wird uns die Digitalisierung noch stärker beschäftigen als bisher schon. Unser Ziel ist es,das Erlebnis und den Nutzen für unsere Kunden und Partner weiterhin zu optimieren“, sagt Internorm-Miteigentümer Christian Klinger.
Sichtbar wird das beispielsweise mit neuen Verkaufsunterlagen, die mit Augmented-Reality-Elementen angereichert werden: „Mit einem handelsüblichen Smartphone kann man so multimediale Inhalte zu den jeweiligen Themen abrufen – also etwa 3D-Visualisierungen oder Videos“, erklärt Internorm-Geschäftsführer Johann Pichler. Für Messeauftritte entwirft Internorm dreidimensionale Welten, die mit Virtual-Reality-Brillen erlebbar gemacht werden.
Ersatzteile auf Baustelle drucken
Den Anforderungen der Baubranche kommt Internorm mit sogenanntem „Building Information Modelling“ entgegen, dabei werden alle Bauwerksdaten mit Hilfe von Software erfasst.
„Das Ziel ist, einmal kleinere Bauteile mittels 3D-Drucker direkt auf der Baustelle auszudrucken“, sagt Klinger. In den Werken Traun, Sarleinsbach und Lannach (Stmk.) soll dazu dann nur noch die Vorarbeit geleistet werden. Das betrifft laut Klinger jedoch nur Kleinteile aus Kunststoff.
Marktführerschaft ausgebaut
Im Geschäftsjahr 2017 konnte die Internorm International GmbH erneut deutliche Zuwächse verzeichnen. Der Umsatz erhöhte sich um drei Prozent auf 331 Millionen Euro, der Auftragseingang stieg um vier Prozent. Im neuen Geschäftsjahr investiert Internorm wiederum rund 24 Millionen Euro. Investiert wird in neue Fertigungslinien und Maschinen. Drei Millionen Euro investiert Internorm in den Vertrieb und eine weitere Million in andere Bereiche.


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