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Internorm baut Marktführerschaft weiter aus – "mit Sanierungsanreizen der Klimakrise entgegenwirken"

Karin Seyringer, 04.03.2020 12:13

TRAUN. Die Internorm International GmbH mit Sitz in Traun konnte im Geschäftsjahr 2019 europaweit die Markenführerschaft weiter ausbauen. Der Umsatz ist um rund acht Prozent auf 371 Millionen Euro gewachsen. 2020 setzt Internorm noch mehr auf thermische Sanierung – entscheidend, um die Klimaziele zu erreichen, so Christian Klinger, Miteigentümer und Sprecher der IFN-Gruppe und Internorm-Geschäftsführer Helmuth Berger.

Internorm-Miteigentümer Christian Klinger (Foto: Internorm/Florian Stuerzenbaum)
  1 / 4   Internorm-Miteigentümer Christian Klinger (Foto: Internorm/Florian Stuerzenbaum)

In fast allen Märkten konnte Internorm 2019 beim Umsatz zulegen – im Heimatmarkt Österreich legte der Trauner Fensterhersteller um sechs Prozent zu, im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) wurde der Umsatz um 7,5 Prozent gesteigert, Internorm hat damit doppelt soviel zugelegt wie der Markt selbst. Leichte Rückgänge mussten in Frankreich verzeichnet werden, vor allem wegen wirtschaftlich schwierigem Umfeld.

Die Exportquote von Internorm blieb 2019 konstant bei 58 Prozent. Der Gesamtumsatz stieg von 344 Millionen Euro um 7,8 Prozent auf 371 Millionen Euro. Gestiegen ist auch der Mitarbeiterstand von 1.872 auf 1.906 (vollzeitäquivalent) - plus 31.

„Auch für 2020/21 wird Wachstum prognostiziert, im Jänner und Februar 2020 konnte im Vorjahresvergleich ein Plus von 12,7 Prozent erreicht werden. Wir sind gut gestartet und planen 2020 mit einer Steigerung von fünf Prozent. Der Trend geht zum hochwertigen Produkt, Qualität wird verstärkt nachgefragt,“ erläutert Internorm-Geschäftsführer Helmuth Berger. Er ist in seinem 48. Jahr bei Internorm übrigens ältest gedienter Mitarbeiter bei Internorm, hat dort als Lehrling begonnen.

Sanierungsmarkt unbefriedigend

Sind die Prognosen beim Neu- und Objektbau sehr positiv, entwickelt sich der Sanierungsmarkt unbefriedigend. Vor allem für die Erreichung der Klimaziele relevant, wird an die Regierung appelliert, hier bessere Anreize zu schaffen.

„Geld nicht verheizen, schlimmste Leichen sanieren“

Im Zuge der Klimadebatte verweist Internorm-Miteigentümer Christian Klinger auf das Potenzial im Gebäudebereich und verweist auf eine Studie der deutschen Energieagentur „dena“: Demnach könnten durch thermische Sanierungsmaßnahmen mehr als drei Viertel des Energiebedarfs von Gebäuden eingespart werden.

„Je früher wir etwas tun, desto mehr Strafzahlungen werden vermieden“, so  Klinger. „Geht man von den heutigen CO2-Preisen und den prognostizieren Emissionen aus, dann droht dem Staat Österreich Strafzahlungen in Höhe von sechs bis zu zehn Milliarden Euro.“ Klinger fordert attraktive und unbürokratische Förderungen zur Modernisierung der vielen sanierungsbedürftigen Gebäude, um Anreize zu schaffen. „Hier sind massive Geld- und Energieeinsparungen möglich, warum wird nicht schneller etwas getan?“, fragt Klinger.

Etwa drei Viertel der Gebäude sind laut Statistik-Erhebungen in Österreich vor 1990 errichtet worden, 60 Prozent davon gelten aus energetischer Sicht als sanierungsbedürftig. „Wenn wir die schlimmsten Leichen sanieren würden, würden wir massiv einsparen.“

„Glauben an Standort Österreich“

In Sachen Klimaschutz sind Klinger und Berger bei Internorm nicht nur stolz auf innovative Produkte wie dem neuen Fenster „KF 520“, sondern auch auf „100 Prozent Made in Austria“. „Dadurch steigern wir die Wertschöpfung am Standort Traun, haben kurze Logistikwege und setzten auf nachhaltige Prozesse. Wir glauben an den Standort Österreich und sind sehr optimistisch, dass unsere Politik die richtige ist“, so Klinger.

Investitionen von 25 Millionen Euro

Internorm plant 2020 Gesamtinvestitionen von 25 Millionen Euro – in neue Anlagen, Modernisierung der Produktionsstätten, in den Vertriebs- und Servicesektor. Die letzten zehn Jahre, von 2009 bis 2019, wurden gesamt 200 Millionen Euro investiert.


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