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BAD TRAUNSTEIN. Auch in der heißen Sommerzeit verwöhnen frische Kräuter Gaumen, Körper und Seele. Viele „wilde“ und kraftvolle Sommerblüten warten nur darauf, gepflückt zu werden. Zum Beispiel für köstlich schmeckende Wildkräuterlaibchen mit Schafgarbe und Brennessel. Ein Rezept von Kräutertante Martina Fuchs.

Wildkräuterlaibchen - einfach und köstlich! Fotos: Fuchs
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Einfach und wohltuend sind diese Kräuterlaibchen, die Hauptzutat dazu liefert die Natur selbst (siehe Rezept unten - für vier Personen). Dafür die gesammelten Kräuter fein hacken. Die Eier aufschlagen und unter die Kräuter rühren, die Haferflocken nach und nach zugeben, den geriebenen Käse ergänzen und alles gut vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Für etwa 15 Minuten ziehen lassen. Sollte die Masse zu fest sein, ein wenig Milch einarbeiten und nochmals kurz nachziehen lassen. Mit den Händen Laibchen formen und diese in einer Pfanne mit zerlassener Butter etwa 10 bis 15 Min goldbraun braten. Die gebräunte Butter am besten gleich zum Begießen der Knödel verwenden.

Kraftvolle Schafgarbe

Im Volksmund auch als Augenbraue der Venus, Bauchwehkraut, Blutkraut oder Frauendank bekannt, ist die Schafgarbe eine alte Universalheilpflanze. Garbe leitet sich von einem altdeutschen Wort ab und bedeutet so viel wie „die Heilende“. Sie wirkt unter anderem menstruationsregelnd, entzündungshemmend, wundheilend oder krampflösend.Schafgarbe wächst nur dort, wo sie sich ihren Platz selbst aussucht. Schon Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie meinte, dass die bloße Anwesenheit der Schafgarbe heilend wirkt. Und auch die Kräutertante ist dieser festen Überzeugung: „Ich kann es nur bestätigen – es sind kraftvolle Plätze, dort wo sie wächst.“

Leckeres Dessert

Als süßen Nachschlag empfiehlt Martina Fuchs eine duftende Hollunderblütencreme mit Früchten (siehe Foto). Dafür einfach ein Viertelkilogramm Topfen mit Hollersirup schaumig schlagen. Anschließend ein Achtelliter steif geschlagenes Obers unterheben. Am besten die Topfencreme mit frischen saisonalen Früchten servieren. Der Hollerbusch, „die Apotheke der Bauern“ ist ebenso eine Wunderstaude, die in allen Teilen heilwirksam ist. Die jungen Blätter, die Blüten, die Beeren, der Bast, stecken voller Heilkraft, so Martina Fuchs. Der Holunder wirkt Nieren- und blasenwirksam, schweißtreibend, blutreinigend und abwehrstärkend.

Zutaten für Wildkräuterlaibchen

  • 2 Handvoll zarte Schafgarbenblätter und/oder -blüten
  • 1 Handvoll Brennnesseltriebe
  • 1 Handvoll Wildkräuter die einem nach Lust und Laune ins Körbchen fallen (Gundermann, Spitz- oder Breitwegerich, etc.)
  • 2 Eier
  • 8 EL zarte Haferflocken
  • 3 EL geriebener Hartkäse (Bergkäse/Grana Padano)
  • (Kräuter-)salz, Pfeffer sowie Butter oder Butterschmalz zum Braten

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