"Es zipft mich an": Kriechmayr bei Olympia im Super-G nur Siebter
GRAMASTETTEN. Das Kapitel Olympia endet für Vincent Kriechmayr wahrscheinlich ohne die erhoffte Einzelmedaille.
Beim Super-G auf der „Stelvio“ in Bormio reichte es für den 34-jährigen Mühlviertler nur für den siebten Platz. Trotz der Enttäuschung zeigte sich der Gramastettner als fairer Verlierer.
Mit Startnummer 15 hatte Kriechmayr bei steigenden Temperaturen und weicher werdender Piste kaum eine Chance gegen die frühen Starter. Kriechmayr suchte die Schuld bei sich selbst (“Ich habe es nicht auf den Punkt gebracht“), betonte aber gleichzeitig die nötige Demut: „Es ist im Grunde nur ein Skirennen.“
Der 24-jährige Franjo von Allmen krönte sich mit seinem dritten Gold zum Triple-Olympiasieger – ein Kunststück, das zuvor nur Toni Sailer und Jean-Claude Killy gelang.
ÖSV-Bilanz
Raphael Haaser wurde als bester Österreicher Fünfter. Vincent Kriechmayr reist zwar mit Team-Silber ab, die angestrebte Einzel-Plakette blieb ihm jedoch auch bei seinen dritten Spielen verwehrt.
Ob Kriechmayr seine Karriere fortsetzt oder die Ski an den Nagel hängt, ließ er offen: „Die Entscheidung ist noch nicht gefallen.“ Fest steht nur: Das Kapitel Olympia ist für ihn nun höchstwahrscheinlich abgeschlossen.
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