Lesung "Niemals Vergessen": Originalbriefe von Sophie Scholl als Thema in Zwettl
ZWETTL. Zur Lesung „Niemals Vergessen“ mit Lukaus Auberger und Julia Beyerl wird am Freitag, 10. November, 19 Uhr, in die Kulturplattform Artifex am Zwettler Marktplatz geladen. Im Mittelpunkt stehen dabei Briefe der Widerstandskämpferin Sophie Scholl.

Sophie Scholl lehnte sich als Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus auf. Ein bekanntest Zitat von ihr: „Steh zu den Dingen an die du glaubst. Auch wenn du alleine dort stehst.“
Ihr Freund war Wehrmachtsoffizier Fritz Hartnagel, der Sophie Scholl vor 80 Jahren diese Zeilen schrieb: „Als gestern der Russe ein recht heftiges Feuer auf unsere Stellungen legte und ringsherum der Kriegslärm tobte, saß plötzlich ein Vöglein am Rande meines Schützenlochs und piepste vergnügt, als ob es sich darum gar nicht kümmern würde. Das konnte nur ein Gruß von dir sein. Dann fühlte Ich mich auf einmal so sicher in meinem Loch als ob mir nichts auf dieser Welt etwas zu Leide tun könnte...“
Berührender Briefwechsel im Zentrum der Lesung
Während sich Sophie Scholl im besetzten Deutschland gegen die Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus auflehnte, musste sich Fritz Hartnagel in den Stalingrad-Gefechten der Unmenschlichkeit des Krieges stellen.Kraft dazu fanden beide in ihrem berührenden Briefwechsel, dem sich Julia Beyerl und Lukas Auberger in Form einer szenischen Lesung widmen.Musikalisch untermalt wird die szenische Lesung von Til Grüll.


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