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ENGERWITZDORF. Ein Unfall, eine schwere Krankheit oder eine Naturkatastrophe. Schicksalschläge treffen Menschen oft hart und bringen sie unverschuldet in finanzielle Schwierigkeiten. In diesem Fall unterstützt „Helfen im Ort“ die Betroffenen. Obmann Josef Morawetz blick auf die letzten 20 Jahre zurück.  

Helfen im Ort Obmann Josef Morawetz, Familie Schöngruber (der in den letzten Jahren geholfen wurde) und Roland Traxler (Schankservice Mitterlehner) Foto: Fürst

Von ANDREAS HAMEDINGER

Tips: Wie hat alles begonnen?

Josef Morawetz: Vor zwei Jahrzehnten wurde bei Licht ins Dunkel für einen Rollstuhlfahrer gesammelt. Leider kam nicht genug Geld zusammen. Daher kamen wir auf die Ideen „Helfen im Ort“ zu gründen.

Tips: Wem wird geholfen?

Morawetz: Die Aktion unterstützt ausschließlich Engerwitzdorfer, die unverschuldet in Not geraten sind. Etwa wenn eine schwere Erkrankung eintritt, ein Unfall passiert oder ein Hochwasser das Eigenheim zerstört.

Tips: Gibt es einen Fall, der besonders in Erinnerung geblieben ist?

Morawetz: Wie haben etwa 100 Bedürftigen geholfen. Wichtig ist uns, dass die Betroffenen nicht vor den Vorhang geholt werden. Damit wollen wir ungerechtfertigten Neid vermeiden. Daher möchte ich kein Beispiel nennen.

Tips: Wie wird entschieden wer Unterstützung bekommt?

Morawetz: Das entscheidet ein Gremium in dem unter anderem der Feuerwehrkommandant, der Pfarrer und der Bürgermeister sitzen.

Tips: Wie sieht die Hilfe aus? Bekommt der Bedürftige dann einen Betrag auf sein Konto überwiesen? Wir ein Scheck überreicht?

Morawetz: Nein! Keiner bekommt direkt Geld. Ein Beispiel: Wird durch einen Brand eine Wohnung zerstört, wird festgestellt was die Bewohner am dringensten benötigen. Wird etwa eine Waschmaschine gebraucht, wird diese dann von uns gekauft und übergeben.

Tips: Sie helfen bedürftigen Engerwitzdorfern seit 1997. Hat sich seit dem viel verändert?

Morawetz: Ich würde sagen, die Zahl der Hilfesuchenden ist gleich geblieben. In einem Jahr sind es einmal mehr, die in Not geraten in einem dann wieder weniger.

Tips: Wie kommen Sie zu den finanziellen Mittel, die sie benötigen?

Morawetz: Ich war bei der Feuerwehr und beim Roten Kreuz tätig. Daher hab ich gute Kontakte zu verschieden Firmen, die uns unterstützen. Und am 6. Jänner 2018 findet in Schweinbach ein Winter Open Air statt, zu dem zahlreiche Künstler kommen werden. Der Erlös dieses Konzertes kommt ebenfalls unserer Aktion zugute.


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