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Online Redaktion, 07.02.2018 14:25

BEZIRK URFAHR-UMGEBUNG/OÖ. Mehr als 6,47 Millionen ehrenamtliche Arbeitsstunden und über 63.000 Gesamteinsätze leisteten die oberösterreichischen Feuerwehrmänner und -frauen im vergangenen Jahr. Einen großen Teil absolvierten auch die Kameraden im Bezirk Urfahr-Umgebung.

Viele ehrenamtliche Arbeitsstunden leisten Oberösterreichs Feuerwehren. Foto: Weihbold
Viele ehrenamtliche Arbeitsstunden leisten Oberösterreichs Feuerwehren. Foto: Weihbold

Neun Prozent Durchdringung (Feuerwehrmitglieder zu Gesamtbevölkerung) weist der Bezirk Urfahr-Umgebung auf und steht damit in Oberösterreich gemeinsam mit Grieskirchen an sechster Stelle. Die höchste Durchdringung hat der Nachbarbezirk Freistadt mit 14,6 Prozent.

Der Mädchen- und Frauenanteil steigt

Beim Frauenanteil liegt der Bezirk Urfahr-Umgebung mit 8,3 Prozent an dritter Stelle in Oberösterreich hinter Ried im Innkreis (11,6 Prozent) und Braunau am Inn (8,4 Prozent). Auch beim Mädchenanteil ist der Bezirk vorne mit dabei. 23,7 Prozent der Feuerwehrjugend sind Mädchen. Insgesamt stehen 6.114 Frauen aktiv im Feuerwehrdienst in Oberösterreich. Das sind 6,7 Prozent, im Bereich der Jugend geht der Prozentsatz bereits bis auf knapp 32 Prozent hinauf.

640 Feuerwehrfrauen haben mit Ende 2017 auch Funktionen in der Feuerwehrorganisation übernommen, darunter befinden sich zwei Kommandantinnen, zwei stellvertretende Kommandantinnen und weitere 119 weibliche Kommandomitglieder – Tendenz steigend. Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten und Chancen, sowohl im Bereich der Einsatzverfügbarkeit, wie auch im Rahmen der inneren Organisation. Es beschäftigt den Landesfeuerwehrverband allerdings die Frage nach der im Vergleich zu den Männern wesentlich höheren Ausfallsrate nach der Feuerwehrjugend.

Steigerung bei Einsätzen

63.205 Einsätze forderten im Vorjahr 640.086 Einsatzstunden. Das ist eine erneute Steigerung (ein Plus von mehr als 25.000 Stunden), die durchaus nachdenklich macht, wie man zukünftig mit neuen Anforderungen an die Feuerwehren beziehungsweise der einen oder anderen öffentlichen Annehmlichkeit künftig umgeht. Die neuerlichen Steigerungen gründen vor allem auf den gestiegenen Einsätzen auf Oberösterreichs Straßen, ob nach Verkehrsunfällen oder beim Freimachen von Verkehrswegen im Rahmen von Extremwetterlagen. Einen weiteren entscheidenden Grund bilden die durch die besondere Hitzeentwicklung im Sommer 2017 vermehrt notwendigen Brand-, Wasserversorgungs- und Insekteneinsätze.

Viele Unwetter

12.477 Alarmierungen führte im Vorjahr die Landeswarnzentrale durch. Ebenfalls wurden im abgelaufenen Jahr 2440 Unwetteralarme ausgelöst. Herausfordernde Einsatztage waren der 20. Juli (273 Alarmierungen), der 18. und 19. August (561 Alarmierungen), sowie der 29. Oktober 2017 (750 Alarmierungen) mit dem Sturm „Herwart“.


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