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Mobilfunkanbindung: Bürgermeister wollen eine Lösung

Victoria Preining, 13.10.2020 09:58

URFAHR-UMGEBUNG. Seit mehreren Jahren wollen Gemeindevertreter in den Gemeinden Alberndorf, Altenberg, Haibach, Hellmonsödt und Ottenschlag für Randortschaften eine Mobilfunkanbindung erreichen.

 (Foto: Gemeinde Haibach)
(Foto: Gemeinde Haibach)

Bis heute ist das mobile Telefonieren in den rund 350 Haushalten der Ortschaften Kelzendorf, Steinbach, Schwarzendorf, Weignersedt, Baumgarten, Oberbaumgarten, Kaindorf, Renning, Weignersdorf, Pelmberg und Wintersdorf nicht oder nur eingeschränkt möglich. Gerade die Corona-Krise habe nun gezeigt, wie schnell man hier etwa bei Distance-Learning und Home-office an die Grenzen stößt.

Reingruber: „Bürger schauen durch die Finger“

Und das, obwohl ein entsprechender Mast vorhanden wäre, der daran etwas ändern könnte: Vor drei Jahren habe das Land OÖ für diese Region einen Standort für einen Funkmasten für den neueingeführten Behördenfunk gefunden. Die Möglichkeit, eine Einrichtung gleich gemeinsam mit Mobilfunkanbietern zu nutzen, wurde nicht umgesetzt. „Der Mast im Randbereich Haibach/Alberndorf steht, der Behördenfunk ist in Betrieb, aber die Bürger schauen beim mobilen Empfang durch die Finger, obwohl alle Bürger, ob guter oder schlechter Empfang, den gleichen Gebührenbeitrag zahlen“, zeigt sich Haibachs Bürgermeister Josef Reingruber verärgert. Er beschloss deswegen im Gemeinderat eine umfassende Resolution.

Zusätzlich hat sich dieser auch mit Bürgermeisterkollege Johann Kronsteiner aus Kirchham bei Gmunden zusammengeschlossen. Auch Kronsteiner setzt sich in seiner Region für die Anbindung von „funkfreien“ Gebieten ein. Gleich mehrere Male wurde außerdem gemeinsam mit der Ottenschlager Bürgermeisterin Katharina Kaltenberger und dem Altenberger Bürgermeister Michael Hammer bei den zuständigen Landesräten Wolfgang Klinger und Markus Achleitner interveniert. „Die Mobilfunkbetreiber müssen dem Land OÖ ein Entgelt für die Mitbenützung der Sendemasten zahlen, die den Mobilfunkern aber angeblich zu hoch sind. Deshalb zieht sich das Ganze so in die Länge“, vermutet der Haibacher Ortschef.

Neuer Termin zugesagt

„Es kann einfach nicht sein, dass es wegen offener Finanzen keine Lösung gibt. Es geht dabei um Sicherheit und Bildung unserer Bevölkerung. Gerade wenn in Corona-Zeiten die Menschen von zu Hause ihre Arbeit oder Schulaufgaben erledigen müssen“, so auch Kaltenberger. Neben Reingruber und Kaltenberger drängen nun auch Martin Tanzer aus Alberndorf und Jürgen Wiederstein aus Hellmonsödt da­rauf, eine Entscheidung seitens der Politik herbeizuführen. Aus dem Büro der Landesräte erhielt man indes die Zusage, dass es einen neuerlichen Termin mit den Telekommunikationsfirmen geben soll, nachdem ein Erstgespräch im Mai gescheitert sei


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