Eine Nacht für Kara Tepe
GALLNEUKIRCHEN. Unter dem Motto „Galli hat Platz“ luden die Katholische Jugend und die Katholische Arbeitnehmer*innen Bewegung bereits Anfang März zum öffentlichen Zelten auf dem Pfarrplatz ein. Ziel war es, auf die katastrophale Situation der Menschen in den Lagern in Bosnien und auf den griechischen Inseln aufmerksam zu machen.

Bei der Aktion teilten die Protestcamper im Rahmen von zwei Mahnwachen mit rund 100 interessierten Gallneukirchnern ihre Betroffenheit. Dazu wurden Situationsberichte aus den Lagern verlesen, um das Leid der vielen Kinder und deren Eltern in den Mittelpunkt stellten. Musikalisch unterstützt wurden sie dabei von Eva und Bohdan Hanushevsky von Kohelet 3. So wollte man eindrücklich an die Menschlichkeit appellieren, wie es in einigen österreichischen Orten seit Ende Jänner jedes Wochenende getan werde. Für jene, die in den Zelten ausgeharrt hatten, sei es eine kalte Nacht gewesen, für die Gestrandeten in Kara Tepe hingegen bitterer Alltag, heißt es von den Vertretern der Aktion.
„Wenn wir unsere Verantwortung als Christinnen und Christen ernst nehmen, kann es nicht sein, dass wir wegsehen, wenn Menschen, die unsere Hilfe brauchen würden, unter derartigen Bedingungen ihr Dasein fristen müssen“, so Verena Mairhofer von der KJ Gallneukirchen in ihrem Statement während der Mahnwachen.


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