Gastbeitrag: Müllsammel-Aktion als erster Schritt in Richtung einer intakten Umwelt
LICHTENBERG/LINZ. Für die Jubiläumsausgabe zum 35-jährigen Bestehen der Zeitung Tips wurden bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung gebeten, einen Gastbeitrag zu einem besonderen Erlebnis aus den vergangenen 35 Jahren beizusteuern. Dem nachgekommen ist unter anderem der Grüne Landtagsabgeordnete Severin Mayr aus Lichtenberg.

Wer als Kind, so wie ich das Glück hatte, im Mühlviertel aufzuwachsen und gleich neben der Wohnung einen Wald zu haben, der braucht kein Kinderzimmer. Egal zu welcher Jahreszeit, der Wald war für alles da: Abenteuerspielplatz, Staudammexperimente am Bach, mehr oder weniger geglückte Baumkletterversuche, die Errichtung einer eigenen BMX-Bahn. Der Wald war für uns Kinder alles. Für manche war er allerdings eine Mülldeponie. Wir Kinder haben uns den Wald aber nicht von Umweltsündern nehmen lassen. Die jährliche Müllsammelaktion, von uns selbstständig organisiert, hat viel zu Tage gebracht: alte Autoreifen, kaputte Kühlschränke, zerstörte Möbel. Unmengen an Schutt und Abfall haben wir aus dem Wald gekarrt. Was in Erinnerung bleibt, ist der Zusammenhalt, aber auch der Spaß dabei, sich gemeinsam um die Umwelt zu sorgen.
Grundlage für den Beruf
Als ich 1986 in die Volksschule gekommen bin, wurden erstmals Grüne in den Nationalrat gewählt. Daran kann ich mich im Unterschied zu unseren Müllsammelaktionen persönlich nicht erinnern. Aber vielleicht waren unsere damaligen Bemühungen für einen sauberen Wald und für eine intakte Umwelt die ersten Schritte in Richtung meines Berufs, den ich heute ausüben darf.


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