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ALTENBERG. Erst der Pandemie-Ausbruch 2020, dann zwei Beinahe-Blackouts 2021 und nun ein Krieg im EU-Nachbarland Ukraine und die Angst vor Atomunfällen. Die heile Welt der vergangenen Jahre und Jahrzehnte hat merklich Risse bekommen. Besonders gefordert in der Krisenvorsorge sind natürlich die Gemeinden, da hier die Menschen leben und bei einem Notfall auch hier gehandelt und geholfen werden muss.

Das neue Notstromaggregat der Freiwilligen Feuerwehr Altenberg mit dem Kommandanten der Feuerwehr Bernhard Pichler, Bürgermeister Michael Hammer und Kommandant-Stellvertreter Markus Hofer (Foto: Gemeinde)

„Die Marktgemeinde Altenberg bereitet sich gewissenhaft auf derartige Szenarien vor. Nachdem ich selbst nicht nur Bürgermeister, sondern auch Präsident des Oö. Zivilschutzes bin, ist es mir wichtig, dass Altenberg hier auch vorbildhaft vorgeht“, erklärt Bürgermeister Michael Hammer.

Krisenstab – Professionelles Krisenmanagement

Im Krisenfall arbeiten sowohl Einsatzorganisationen wie auch Behörden auf Gemeinde-, Bezirks- und Landesebene in nach einheitlichen Regeln arbeitenden Krisenstäben, um sehr komplexe Einsatzszenarien bestmöglich abarbeiten zu können. Auch in Altenberg besteht unter Vorsitz des Bürgermeisters ein derartiger Krisenstab. Hammer: „Zusammentreten wird der Krisenstab in besonderen Fällen im Feuerwehrhaus Altenberg, welches dauerhaft notstromversorgt ist und auch entsprechend ausgerüstet ist. Mitarbeiter des Krisenstabs üben auch laufend und müssen Ausbildungen an der Landesfeuerwehrschule absolvieren. In nächster Zeit ist in Altenberg wieder eine Stabsübung in Planung.

Notfallplan Blackout ist in Arbeit

Aktuell wird ein Notfallplan zum Katastrophenszenario „Blackout“ erstellt. „Hier erarbeiten die Gemeinden gemeinsam mit den Experten des Zivilschutzverbands diesen Plan. Im Zuge dessen gibt es auch Überlegungen, für Notfälle die Tankstelle beim Bauhof (Lagerhaus) umzurüsten, damit sie mit Notstrom betrieben werden kann und bei Stromausfall vor allem für die Einsatzorganisationen und Gemeinde Treibstoff zur Verfügung steht“, erklärt der Bürgermeister.

Eigenvorsorge besonders wichtig

Hammer: „Die Behörden und Gemeinden bereiten sich bestmöglich auf Krisen vor. Dennoch ist auch die Eigenvorsorge jedes Einzelnen von zentraler Bedeutung. Die Gemeinden wie auch ihre Einwohner müssen sich für Unwetter und andere Naturkatastrophen genauso wie technische Katastrophenfälle – Stichwort Blackout – rüsten. Diese sind jederzeit möglich und machen daher Selbstschutzmaßnahmen unumgänglich. Das Ziel des OÖ Zivilschutzes ist, den Bürgern Gefahren aufzuzeigen und sie bei der Vorbereitung für einen krisenfesten Haushalt mit hilfreichen Tipps zu unterstützen. Die empfohlenen Selbstschutzmaßnahmen helfen dabei.“


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