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BEZIRK URFAHR-UMGEBUNG. Alle Jahre wieder kommt es zu Silvester durch den unsachgemäßen Gebrauch von pyrotechnischen Produkten zu zahlreichen Unfällen.

300 Personen verletzten sich jedes Jahr rund um Silvester mit pyrotechnischen Produkten. Foto: Weihbold

90 Prozent aller Unfälle ereignen sich innerhalb weniger Stunden rund um Silvester, wie Unfallanalysen des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) zeigen. „Jedes Jahr verletzen sich in Österreich etwa 300 Personen so schwer, dass sie nach einem Unfall nochmals zur Nachbehandlung ins Krankenhaus müssen“, sagt Othmar Thann, Direktor des KFV. Besonder häufig verletzen sich junge Menschen, 40 Prozent aller Verletzten sind zwischen 15 und 24 Jahre alt. 21 Prozent sind sogar jünger als 15 Jahre. „Junge Männer verletzen sich beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern am häufigsten“, sagt Thann. 97 Prozent der Verletzten sind Männer. „Gerade Kindern und Jugendlichen fehlt oft das Wissen über den richtigen Umgang mit pyrotechnischen Produkten und andererseits das Gefahrenbewusstsein.“ Tödliche Unfälle gab es in den vergangenen vier Jahren vier.

Verbotene Produkte

„Aus unserer Sicht droht die größte Gefahr durch importierte Feuerwerksartikel. Diese Gegenstände weisen meist keine CE-Kennzeichnung auf, haben keine deutsche Gebrauchsanweisung und werden keinen Qualitätskontrollen unterzogen“, sagt Dieter Wurzer vom Pyrotechnikhandel in der Wirtschaftskammer. Seit einigen Jahren werden von der Exekutive Kontrollen im grenznahem Raum durchgeführt, wobei immer wieder verbotene und gefährliche Artikel sichergestellt werden. Bereits seit Anfang Dezember werden schwerpunktmäßige Kontrollen durchgeführt. Verwaltungsstrafen können bis zu 3600 Euro betragen.

Fehler vermeiden:

• keine nicht zugelassenen Produkte verwenden, die Gefahr ist nicht kalkulierbar

• genügend große Sicherheitsabstände zu anderen Personen und Objekten, für jedes pyrotechnische Produkt gibt es einen Mindestabstand

• ungeeignete Abschussvorrichtungen vermeiden, Raketen müssen leichtgängig ohne Widerstand aufsteigen können; Raketen nicht mit dem Stab in den Erdboden oder in einzeln stehende Flaschen stecken

• nicht zu nahe am Körper zünden

• pyrotechnische „Versager“ (Blindgänger) nicht ein zweites Mal anzünden


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