Luchse im Bezirk
Bezirk Urfahr-Umgebung. Die stark gefährdeten Luchse sind trotz illegaler Abschüsse in Oberösterreich auf dem Vormarsch. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass acht bis neun Luchse im Mühlviertel leben.

Der Landesjagdverband wirbt daher um mehr Akzeptanz für die „Pinselohren“ bei der nichtjagenden Bevölkerung sowie den Jägern. Luchse stehen national ganz oben auf der Roten Liste.
In den vergangenen Wochen waren Rufe der Luchse im südwestlichen Teil des Bezirks Urfahr-Umgebung gehört worden. „Belegte Sichtungen gab es im Bereich des Mondsees und einige Meldungen gerissener Rehe konnten durch speziell geschulte Jäger dem Luchs in den Bezirken Rohrbach, Urfahr-Umgebung, Freistadt sowie Kirchdorf und Steyr-Land zugeordnet werden“, schilderte Landesjägermeister Sepp Brandmayr die Heimkehr der Luchse. Der Wildbiologe Christopher Böck ergänzte, vergangenes Jahr seien auch Luchsrisse bei Rehen aus den Bezirken Ried und Vöcklabruck gemeldet worden.
Tiere wieder ansiedeln
Der Luchs ist im 19. Jahrhundert in Österreich ausgerottet worden. Ende des 20. Jahrhunderts wurden mehrere Versuche unternommen, diese Tierart wieder anzusiedeln. Die Gesamtpopulation im bayrisch-böhmisch-österreichischen Gebiet wird auf 60 bis 80 Tiere geschätzt. Im Voralpen- und Alpenraum Oberösterreichs sollen es ebenfalls so viele Exemplare sein.
Geldstrafe und Entzug der Jagdkarte
Verstöße, wie Abschüsse der ganzjährig geschonten Tierart, werden in Oberösterreich mit einer Geldstrafe von bis zu 2.200 Euro sowie dem Entzug der Jagdkarte geahndet.
Ungefährlich für Menschen
„Luchse gelten als neugierig, aber sie meiden den direkten Kontakt mit Menschen. Sie sind eher nicht scheu, vielmehr „unsichtbar“, denn durch ihr Fell sind sie hervorragend an den Lebensraum Wald angepasst“, erläutert Böck: „Luchse sind für den Menschen übrigens ungefährlich“. So beobachte ein Luchs sein Umfeld sehr genau und ziehe sich bei Gefahr zurück. (APA/pin)


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