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OBERÖSTERREICH. Im Frühling trifft man häufig auf scheinbar hilfsbedürftige Vogelkinder. Doch nicht jeder Jungvogel ist tatsächlich in Not. 
 

Ein junger Waldkauz hat sein Nest verlassen. Foto: Heidi Kurz
Ein junger Waldkauz hat sein Nest verlassen. Foto: Heidi Kurz

Die Zeit zwischen dem Verlassen des Nestes und dem Erlangen der Selbstständigkeit ist für Wildvögel die gefährlichste Phase ihres Lebens. Die Elterntiere müssen ihren Nachwuchs oft allein lassen, um nach Futter zu suchen. Währenddessen hüpfen die Ästlinge mehr oder weniger schutzlos im Geäst umher. Mit lauten und für unsere Ohren oft herzzerreißenden Rufen halten die Kleinen mit ihren Eltern Kontakt. Ihre Stimme lockt allerdings auch so manchen hungrigen Fressfeind an. Sind Unterschlupfmöglichkeiten wie zum Beispiel Hecken und Reisighaufen vorhanden, bleiben die kleinen Schreihälse jedoch meist unentdeckt. Doch auch wir Menschen, die wir die vermeintlich verwaisten Vögel einsammeln, bringen sie in Lebensgefahr, da eine Handaufzucht schwierig, zeitintensiv und dennoch meist nicht von Erfolg gekrönt ist, erklärt Biologin Heidi Kurz vom Naturschutzbund Oberösterreich.

Vogeljunges wieder in das Nest setzen

Ein Eingreifen ist nur dann nötig, wenn sich die Jungvögel in der Nähe oder sogar auf der Straße befinden oder anderen Gefahrenquellen ausgesetzt sind. Hier hilft es, sie in das nächste Gebüsch oder in einen niedrigen Baum in unmittelbarer Umgebung des Fundortes zu setzen. Denn dann finden die Altvögel ihre Kinder wieder und versorgen sie weiterhin. Der Naturschutzbund Oberösterreich appelliert, ein gefundenes nacktes Vogeljunge wieder vorsichtig in das Nest zurückzubringen. Im Gegensatz zu Säugetieren nehmen Vögel ihre Jungen weiterhin an, auch wenn sie vom Menschen berührt wurden.Eulen und Greifvögel, die einer Aufzucht oder Pflege bedürfen, können auf die Greifvogel- und Eulenschutzstation OAW des Naturschutzbundes Oberösterreich nach Linz/Ebelsberg gebracht werden https://naturschutzbund-ooe.at/oaw-greifvogelstation.html. 


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