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Teens ab 14 Jahre sind junge Hoffnungsträger beim Roten Kreuz im Bezirk Urfahr-Umgebung

Mag. Jacky Stitz, 04.08.2023 13:22

URFAHR-UMGEBUNG. Das Jugendrotkreuz Urfahr-Umgebung startet „Big Picture“ für Jugendliche neu. Über einen Zeitraum von zwei Jahren treffen sich dabei die Jugendlichen regelmäßig und erleben die vielen Facetten des Roten Kreuzes hautnah – erhalten also ein „Bild vom Ganzen“, das „Big Picture“.

  1 / 3   Eindrücke von der Abschlussreise nach Solferino (Italien) mit der Fiaccolata, dem jährlichen Fackelzug in Gedenken an die Schlacht von Solferino und als Zeichen für das Miteinander, die Menschlichkeit und den Frieden mit mehr als 5.000 Rotkreuzler aus der ganzen Welt. (Foto: OÖRK/Jugendrotkreuz)

Das oö. Rote Kreuz betreut in 123 Jugendgruppen rund 2.200 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren. Eine Herausforderung dabei ist es, die 14- bis 17-Jährigen zu begeistern. Aus diesem Grund entstand das Pilotprojekt „Big Picture“, das im Bezirk Urfahr-Umgebung bereits erfolgreich unterwegs ist. 

Neuer Ansatz für Teens ab 14 Jahren

„Klassische Jugendgruppen-Stunden sind bei Teenagern ab 14 Jahren eher out. Sie wollen aktiv Erfahrungen sammeln, suchen nach kurzfristigem, projektbezogenem Engagement. Beziehungen, Werkzeuge und Mentoring zur persönlichen Weiterentwicklung sind gefragt“, erzählt Agnes Kaiser, Jugendkoordinatorin beim Roten Kreuz.

Mit diesen Bedürfnissen sollen die Teenager eine motivierende Heimat im Roten Kreuz finden, Sinnvolles erleben, sich für Mitmenschen in verschiedensten Bereichen engagieren und gleichzeitig die Organisation mit eigenen Sichtweisen und Ideen weiterentwickeln. Und dabei soziale Fähigkeiten trainieren, Problemlösungen finden, Hilfsbereitschaft und Selbstorganisation stärken. Themen, die auch Personalchefs brennend interessieren. 

So läuft „Big Picture“ ab

Über einen Zeitraum von zwei Jahren treffen sich die Jugendlichen etwa alle acht Wochen mit ihren Betreuern und Experten, um die vielfältigen Bereiche des Roten Kreuzes kennenzulernen, sich breites Wissen über die Organisation anzueignen und menschlich wie sozial zu reifen. Die Workshops dauern zwischen einem halben Tag und zwei Tagen und setzen auf aktive Beteiligung und Erleben mit allen Sinnen. 

Das „Einsatzfeeling“ erleben

„Einsatzfeeling“ kommt etwa bei praktischen Arbeiten mit Katastrophenschutzteams oder beim Ausflug zum Hubschrauber C10 oder zur Rettungsleitstelle auf. Die Teens üben nicht nur Erste Hilfe, sondern erhalten Einblicke in das Handwerk der realistischen Unfalldarstellung, sehen also, wie man Verletzungen für Einsatzübungen schminkt. Einprägsam erleben sie die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft, wenn sie sich in Geriatrie-Simulatoren als körperlich eingeschränkte Menschen empfinden können. Sie sind mittendrin statt nur dabei - beim Blutspendedienst oder im Rotkreuz-Markt, wo Hilfe wirklich ankommt. 

120 Stunden in 12 Workshops

Bei den Workshops besteht zwar keine Anwesenheitspflicht, doch verbindliche An- und Abmeldung. Nebenbei sind persönliche Einsätze im Rotkreuz-Markt oder bei Essen auf Rädern, beim Lesecoaching oder in der Gestaltung von Jugendrotkreuz-Gruppenstunden möglich.

Die Jugendlichen definieren die meisten sozialen Spielregeln selbst, gecoacht von ihren Betreuern. Sie erwerben eine Reihe an Tools und Zertifikaten, die für die zukünftige Rotkreuz-Laufbahn und auch für alle weiteren Berufswege wichtig sind.

Start: Ende September 

Das gemeinsame „Big Picture“-Programm der Bezirke Perg, Freistadt und Urfahr-Umgebung beginnt mit einem Startwochenende Ende September. Das Projektteam besteht aus den drei Bezirksjugendreferentinnen Andrea Kraft (UU), Sarah Landgraf (PE), und Lisa Luftensteiner (FR) sowie den drei Bezirksjugendkoordinatoren Agnes Kaiser (UU), Magdalena Langer (FR) und Stefanie Hirschinger (PE).

 Kontakt

Wer älter als 14 Jahre ist und Interesse hat, kann sich weitere Infos bei Jugendkoordinatorin Agnes Kaiser aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung telefonisch unter 0664 8874 6088 bzw. per Mail an agnes.kaiser@o.roteskreuz.at holen.


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