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BEZIRK URFAHR-UMGEBUNG. Alexander Van der Bellen ist der neue Bundespräsident. Im Bezirk war er in 21 Gemeinden die Nummer eins.

Der neue Bundespräsident heißt Alexander Van der Bellen. Foto: Weihbold
Der neue Bundespräsident heißt Alexander Van der Bellen. Foto: Weihbold

Die Entscheidung fiel erst am Montag, nach dem Auszählen der Briefwahl-Karten. Das Ergebnis ist knapper als je zuvor. 50,3 Prozent der Stimmen brachten Van der Bellen den Sieg vor Gegenkandidat Norbert Hofer (49,7 Prozent). Mit Briefwahlkarten kommt Van der Bellen auf 58,21 Prozent, Hofer auf 41,79 Prozent.

Meisten Stimmen in Gallneukirchen

Die meisten Stimmen konnte sich Van der Bellen in Gallneukirchen mit 66,97 Prozent sichern. Gefolgt von Lichtenberg (64,6 Prozent), Puchenau (64,35 Prozent) und Ottensheim (64,34 Prozent). Hofer hatte die meisten Wähler in Ottenschlag (60,07 Prozent), gefolgt von Bad Leonfelden (55,12 Prozent), Haibach (54,7 Prozent) und Alberndorf (52,9 Prozent).

Sehr knapp war das Rennen um die Hofburg in Schenkenfelden und Vorderweißenbach. In Schenkenfelden holte Van der Bellen 50,46 Prozent und Hofer 49,54 Prozent. In Vorderweißenbach konnte Hofer mit 50,93 Prozent die Wahl für sich entscheiden, Van der Bellen holte 49,07 Prozent der Stimmen.

„Zeichen, dass sich System ändern muss“

Dass das Wahlergebnis ein Zeichen ist, dass sich in der Politik etwas ändern muss, betonen sowohl die Grünen als auch die FPÖ. „Der Ruck, der in letzter Zeit durch Österreich gegangen ist, hat Alexander Van der Bellen knapp in Führung gebracht. Das ist ein großartiger Erfolg für Österreich und jene Menschen, die sich für Gemeinsamkeit und Solidarität einsetzen. Jetzt müssen alle konstruktiven Kräfte in Österreich zusammenarbeiten, um die Probleme der Gegenwart ohne Methoden einer dunklen Vergangenheit anzupacken. Das Wahlergebnis ist ein wichtiger erster Schritt in diese Richtung“, sagt Christian Wagner, Bezirkssprecher der Grünen Urfahr-Umgebung. Auch FPÖ-Nationalratsabgeordnete Anneliese Kitzmüller meint: „Jeder Zweite hat Norbert Hofer gewählt und er hat somit den bisher größten Erfolg eines FPÖ-Kandidaten erzielen können. Das Ergebnis zeigt deutlich: Die Menschen haben das alte, verwelkte politische System abgewählt. Die FPÖ wird das vorhandene Potential für kommende Wahlgänge nutzen.“


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