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OBERÖSTERREICH/BEZIRK. Die Anzahl der Tourismusverbände in den Regionen soll von derzeit 104 auf rund 15 bis 20 reduziert werden. Im neuen OÖ Tourismusgesetz soll dazu festgelegt werden, dass ein Tourismusverband künftig 200.000 Nächtigungen und 600.000 Euro Umsatz erreichen muss. Von diesen Änderungen ist auch Urfahr-Umgebung betroffen.
 

Wird durch die Zusammenlegung der Tourismusverbände Geld gespart? Werden dadurch mehr Urlauber kommen? Leserbriefe an a.hamedinger@tips.at Foto: Wodicka

Von ANDREAS HAMEDINGER

Wirtschaftslandesrat Michael Strugl dazu: „Mit der Neuausrichtung des Oberrösterreich Tourismus soll eine Steigerung der Effektivität, Effizienz und Schlagkraft der touristischen Organisationen erreicht werden. Dazu müssen auch Anpassungen im touristischen System des gesamten Bundeslandes vorgenommen werden, um schlagkräftigere Verbandsstrukturen zu schaffen und die Marketing-Wirkungen zu maximieren. Klar ist, dass wir derzeit zu viele eingemeindige Tourismusverbände haben. Ziel muss es daher sein, marktfähige Mindestgrößen bei den Verbandsstrukturen zu erreichen. Denn größere, marktfähige Tourismusverbände bedeuten zusätzliche Ressourcen zur Erschließung noch vorhandener Potenziale im Tourismus.“

Reaktionen aus dem Bezirk

Roland Döberl vom Tourismusverband Hellmonsödt sieht die Entwicklung mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Grundsätzlich begrüssen wir die Zusammenlegung der Tourismusverbände in Oberösterreich beziehungesweise die Bündelung der touristischen Infrastrukur und des touristischen Angebots. Wir als kleiner Verband mit wenig Übernachtungen, jedoch einem sehr großen Angebot für Tagesausflügler aus ganz Oberösterreich und das hauptsächlich aus der Landeshauptstadt Linz, müssen jedoch fürchten, bei einem Zusammschluss an einen oder mehrerer Verbände, in diesen „unterzugehen“. Im Gegenzug hoffen wir nätürlich auch, dass durch den Anschluß beziehungsweise die Zusammenlegung der Tourismusverbände noch mehr Tagesausflügler in Form von Urlaubsgästen aus dem In- und Ausland auf Hellmonsödt aufmerksam werden. Wichtig finden wir auch, dass das Angebot und die Infrastruktur, wie der Nikoloritt oder die Langlaufloipe, vor Ort gegeben sein muss und auch finanzielle Mittel hierfür weiterhin vorhanden sind. Ein definierter Ansprechpartner und ein Tourismusbeauftragter ist für einen Ort ebenfalls sehr wichtig.“

Seitens des Tourismusverbandes Ottensheim zeigt man sich noch zurückhaltend, wie folgende Stellungnahme zeigt: „Diese tiefgreifende Veränderung bedarf sorgfältiger Überlegungen. Viele Fragen sind noch offen und werden zur Zeit in diversen Info-Veranstaltungen diskutiert. Die aus dem Begutachtungsverfahren abgeleiteten Ergebnisse werden Anfang Dezember präsentiert. Wohin der Weg dann geht, werden unsere Mitglieder entscheiden, spätestens bis 2021.“


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