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OBERÖSTERREICH/ITALIEN. Die G7-Umweltminister berieten in Bologna das Wechselspiel zwischen Ökologie und Wirtschaft. Ulrike Rabmer-Koller, Präsidentin der UEAPME und Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, brachte bei diesem High-Level-Event erstmals die Stimme von Europas Klein- und Mittelbetrieben ein.
 

Ulrike Rabmer-Koller. Foto: Weihbold
Ulrike Rabmer-Koller. Foto: Weihbold

Gemeinsam mit anderen Wirtschaftsvertretern aus den G7 Staaten erarbeitete sie Handlungsempfehlungen an die Minister für ein besseres Zusammenwirken von Ökologie und Ökonomie. „KMUs sind der Motor der europäischen Wirtschaft und Treiber von Innovation, Wachstum und Beschäftigung, speziell auch im Umweltbereich“, erklärte Rabmer-Koller. „Auch in Österreich steht GreenTech „made by KMU“ hoch im Kurs. Rund zehn Prozent des österreichischen BIP entfallen auf die Umweltwirtschaft, etwa jeder zwanzigste. Arbeitsplatz ist ein „green Job“ und das Beschäftigungswachstum war in den letzten Jahren in der Umweltwirtschaft mehr als doppelt so hoch wie in der Gesamtwirtschaft. Eine Vielzahl an europäischen Unternehmen - nicht nur international tätige Konzerne, sondern vor allem auch regional agierende Klein- und Kleinstunternehmen haben sich bereits einer nachhaltigen Wirtschaftsweise verpflichtet - freiwillig: „Für diese Unternehmen ist Nachhaltigkeit ein Wettbewerbsfaktor. Wichtig ist zu betonen, dass die Ideen und das Engagement von den einzelnen Unternehmen kommen, und nicht gesetzlich vorgeschrieben sind“, so Rabmer-Koller.

 Eine entscheidende Rolle

„KMU können auch in Zukunft wesentlich zum Klima- und Umweltschutz beitragen, benötigen dazu aber entsprechende Rahmenbedingungen. Ein erleichterter Zugang zu Finanzen, ausreichend qualifizierte Arbeitskräfte und weniger Bürokratie stehen dabei ganz oben auf der Agenda“, betont Rabmer-Koller weiter.

„Aus Sicht der europäischen Unternehmen können einheitliche Standards für Nachhaltigkeit, die auf internationalen Normen beruhen, einen Mehrwert schaffen. Die Anwendung solcher Standards muss aber auf freiwilliger Basis beruhen. Wir können einen eindeutigen Trend zur Verrechtlichung dieser Materie feststellen. International tätige Konzerne und multinationale Unternehmen werden immer mehr in die „Pflicht“ genommen, „gesellschaftliche Verantwortung“ zu übernehmen. Internationale Wertschöpfungsketten und Lieferverpflichtungen sorgen dafür, dass auch immer mehr KMU in diese verpflichtende Verantwortung gezogen werden“, hebt die UEAPME-Präsidentin hervor.

„Da Europas Unternehmen Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit, sprechen wir uns klar gegen neue Verpflichtungen aus. Vielmehr braucht eine erfolgreiche Klimapolitik positive Anreize um eine Win-Win-Situation für Ökologie und Ökonomie zu kreieren, sowie einen speziellen Fokus auf KMU“, so Rabmer-Koller abschließend.


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