Gegen eine Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln
URFAHR-UMGEBUNG. „Wenn ausgerechnet im dritten Lockdown über eine Zusatzbelastung für die Gastronomie nachgedacht wird, löst das in der Branche nur noch Kopfschütteln aus“, sagt Thomas Mayr-Stockinger. Der Gastwirt und Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der WKO Oberösterreich warnt vor den wirtschaftlichen Schäden, die eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel auslösen könnte.

So weist etwa das Gasthaus Wögerer in Feldkirchen seit zwölf Jahren auf seiner Speisekarte freiwillig aus, von welchen Produzenten aus der Region es beliefert wird. „Damit schaffen wir uns und unseren Gästen einen echten Mehrwert“, sagt Karl Wögerer. Auf seiner Speisekarte gibt es Schweine- und Rindfleisch aus der Region, Wild direkt von Jägern oder Gänse und Enten von Familienbetrieben aus der Region. Die meisten davon kennt Karl Wögerer ebenso persönlich wie seine Lieferanten von Mehl, Fruchtsäften, Spargel oder Kürbiskernöl. „Ich besuche die Betriebe regelmäßig, sehe wie die Tiere leben und was sie fressen“, erklärt der Gastwirt. Trotzdem ist Wögerer gegen einen Zwang zur Herkunftskennzeichnung: „Die Umstellung auf die Herkunftskennzeichnung war bei uns ein langjähriger Prozess. Dazu kann man nicht plötzlich alle Gastronomen zwingen.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden