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URFAHR-UMGEBUNG. Einen Tag lang war Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner im Bezirk Urfahr-Umgebung unterwegs. Bei einem Pressetermin in der Gemeinde Oberneukirchen sprach dieser gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten und örtlichen Bürgermeister über zentrale Themen im Bezirk: so etwa die Corona-Krise, der Breitbandausbau, die Lage am Arbeitsmarkt und der Tourismus.

 (Foto: Volker Weihbold)
(Foto: Volker Weihbold)

„2021 soll für Oberösterreich das Jahr des Comebacks werden. Wir arbeiten dafür, dass die Menschen in Beschäftigung bleiben oder rasch wieder in Beschäftigung kommen, die Wirtschaft wieder volle Fahrt aufnimmt und die Unternehmen investieren. Der Powerbezirk Urfahr-Umgebung zeigt vor wie es geht“; so Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner bei seinem Zwischenstopp in Oberneukirchen. Den Tag in Urfahr-Umgebung nutzte Achleitner, um Unternehmen vor Ort zu besuchen. So etwa die Softpoint Trusted Quality GmbH in Steyregg, die Wippro GmbH in Vorderweißenbach und das Café & Restaurant Waldinsel in Oberneukirchen. Auch der Spatenstich der Firma NGR (Next Generation Recyclingmaschinen) in Feldkirchen an der Donau stand auf dem Terminplan.

Niedrige Arbeitslosenzahlen zeichnen Bezirk aus

Bei der Pressekonferenz im Oberneukirchner Lebenshaus standen schließlich Themen wie die niedrigen Arbeitslosenzahlen im Bezirk, der Breitbandausbau sowie der Tourismus im Lichte der Öffnungsschritte kommende Woche im Fokus. Vor allem bei ersterem steche der Bezirk hervor: Urfahr-Umgebung habe mit Stichtag 31. März eine Arbeitslosenrate von 3,2 Prozent aufgewiesen und würden damit deutlich unter dem Oberösterreich-Wert des Monats (5,5 Prozent) liegen. „Niedrige Arbeitslosenzahlen zeichnen den Bezirk seit Jahren aus“, so Achleitner, der von einer weiteren Besserung mit den Öffnungsschritten ausgeht: „Wir gehen davon aus, dass sich die Lage immer weiter bessert und insbesondere die großen Öffnungsschritte im Tourismus ab 19. Mai werden den Arbeitsmarkt in Oberösterreich weiter entlasten. Die Corona-bedingt gestiegenen Arbeitslosenzahlen dürfen außerdem nicht darüber hinweg täuschen, dass die heimischen Unternehmen nach wie vor einen massiven Fachkräftebedarf haben.“

Das Gebot der Stunde sei für den Wirtschafts-Landesrat die Qualifizierung: „Für die Arbeitnehmer ist gerade jetzt in der Zeit der höheren Arbeitslosigkgeit und der Kurzarbeit der ideale Zeitpunkt zur weiteren Qualifizierung. Daher haben wir heuer den historisch größten „Pakt für Arbeit & Qualifizierung“ für Oberösterreich unterzeichnet“. Fördermittel in Höhe von 342 Millionen Euro, fast 100 Millionen mehr als im Vorjahr, werde man für Qualifizierungsmaßnahmen aufwenden.

Geht es nach dem Landtagsabgeordneten Josef Rathgeb, so sei es betreffend der Arbeitsmarkt-Situation in dem Bezirk, der einen hohen Pendleranteil aufweist, außerdem vor allem wichtig, die Arbeit vor Ort zu halten bzw. neue Jobs entstehen zu lassen. Als Beispiel nennt Rathgeb hierzu das Inkoba-Gebiet in Bad Leonfelden, in dem - in Zusammenarbeit mit zwölf Gemeinden - insgesamt 500 neue Arbeitsstellen entstehen würden.

Breitbandausbau schreitet voran: Großes Projekt in Vorderweißenbach

Was den Breitbandausbau betrifft, so würden Gemeinden vom erst kürzlich beschlossenen „Digitalen Investitionspaket für den ländlichen Raum“ profitieren. Hierfür werde vom Land Oberösterreich eine Summe von 40 Millionen Euro in die digitale Infrastruktur investiert. Dieses umfasse 34,5 Millionen Euro an Fördermittel für Ausbauprojekte der landeseigenen Breitbandgesellschaft Fiber Service OÖ, von denen zehn Millionen Eur aus dem „Oberösterreich-Plan“ stammen würden. Zum anderen werde das Land mit bis zu vier Millionen Euro die Modernisierung von Kabel-TV-Netwerken aus dem KMU-Bereich fördern.

„Mit den neuen Mittel können Breitband-Projekte der Fiber Service OÖ in mehr als 50 Gemeinden in oberösterreich schnelle rfertiggestellt werden. Die Menschen in diesen Gemeinden bekommen damit rascher als urspürnglich geplant Zugang zum schnellen Internet. Im Bezirk Urfahr-Umgebung profitieren davon die Gemeinden St. Gotthard, Steyregg und Vorderweißenbach ganz konkret“, so Achleitner. In Vorderweißenbach handle es sich außerdem mit einer Trassenlänge von 100 Kilometern und einem Projektvolumen von 8,6 Millionen Euro um das oberösterreichweit größte Ausbauprojekt, dass durch das Investitionspaket beschleunigt werden kenn. Die Gemeinde soll flächendeckend mit schnellem Internet versorgt werden, teilweise seien die Anschlüsse bereits erfolgt, insgesamt würden 750 Haushalte davon profitieren.

Ein weitere Breitbandausbau werde laut Bürgermeister Josef Rathgeb außerdem demnächst in Waxenberg vorgenommen, den Auftrag übernimmt die Energie AG.

Öffnungen im Tourismus: Bezirk laut Rathgeb gut aufgestellt

Was die kommenden Öffnungsschritte, die gerade die stark durch die Krise gebeutelte Tourismus- und Gastronomiebranche betrifft, so blicken sowohl Rathgeb als auch Achleitner mit Zuversicht auf den 19. Mai. Dieser Tag würde sowohl für die Betriebe, als auch für die Mitarbeiter und Zulierferbetriebe eine wichtige Perspektive darstellen. Laut Rathgeb sei man bezüglich der Öffnungen im Bezirk gut aufgestellt, auch von Seiten der Tourismusverbände. Trotz aller Vorfreude in Hinblick auf kommende Woche mahnt Achleitner aber auch in Bezug auf das Corona-Virus: „Wir sind alle gut beraten, uns an die Vorschriften zu halten.“


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