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BEZIRK. Mit der österreichweiten Aktion „Diese Hände schlagen nicht“ fordern die SPÖ-Frauen die Bundesregierung auf, bezüglich der Gewalt gegen Frauen zu handeln, auch im Bezirk.

Die Frauenvorsitzende der SPÖ Urfahr-Umgebung, Beverley Allen-Stingeder. (Foto: Privat)
Die Frauenvorsitzende der SPÖ Urfahr-Umgebung, Beverley Allen-Stingeder. (Foto: Privat)

11.495 Betretungs- und Annährungsverbote wurden im Jahr 2020 in den Gewaltschutzzentren von der Polizei gemeldet, 2.024 davon in Oberösterreich, davon 45 in Urfahr Umgebung. Frauenorganisationen und Gewaltschutzorganisationen schlagen bereits seit Monaten Alarm. „Krisenzeiten und Isolation erhöhen die Gefahr. Der Schutz von Frauen muss rasch verbessert werden“, sagt auch Beverley Allen-Stingeder, Frauenvorsitzende der SPÖ Urfahr Umgebung. Doch in Österreich fehlen 228 Millionen Euro für den Gewaltschutz. 3.000 zusätzliche Mitarbeiter, die Vollzeit arbeiten, seien notwendig, um Beratung anzubieten. Lange Wartezeiten würden lebensgefährlich sein.

Zu wenige Hochrisikofallkonferenzen

Ein wichtiges Mittel, um Frauenmorde zu verhindern, seien außerdem Hochrisikofallkonferenzen: Polizei und Mitarbeiter von Gewaltschutzorganisationen tauschen hier wichtige Informationen zu konkreten Fällen aus. Auch die Zusammenarbeit über die Bundesländergrenzen hinweg sei essentiell. „Warum werden diese so wichtigen Konferenzen nicht endlich in ganz Österreich regelmäßig durchgeführt? Frauenmorde müssen verhindert werden“, so Allen-Stingeder.

Gewalt sichtbar machen

Vorwürfe, Anschuldigungen, Beleidigungen und Drohungen - Gewalt an Frauen durch (Ex-)Partner würden dabei meist schleichend beginnen und im Verborgenen stattfinden. Hier sei es zentral, Gewalt an Frauen sichtbar zu machen. Die SPÖ-Frauen fordern deswegen die tägliche Veröffentlichung der Gewaltzahlen in den österreichischen Medien. Konkret sollen die aktuellen Zahlen zu Betretungs- und Annäherungsverboten ähnlich der Impfstatistik bzw. Neuinfektionen täglich veröffentlicht werden. Für die SPÖ-Frauen steht fest, die Bundesregierung müsse endlich handeln. Eine Petition der SPÖ-Frauen „Stoppt Femizide. Endlich ein Ende der Gewalt an Frauen“ kann online unterzeichnet werden.


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