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ZWETTL. Da tut sich was, im Distltal: Für den geplanten Hochwasserschutz der Gemeinde sind derzeit die Bodenuntersuchungen im vollen Gange.

Bohrungen im Distltal. (Foto: Privat/Enzenhofer)
  1 / 4   Bohrungen im Distltal. (Foto: Privat/Enzenhofer)

“Es ist geplant, einen etwa 92 Meter langen und neun Meter hohen Damm zu errichtet. Dieser wird in der Lage sein, Zwettl auch bei einem 100-jährigen Hochwasser dementsprechend zu schützen“, erklärt Herbert Enzenhofer, Vorsitzender der Zwettler SPÖ, warum sich hier aktuell so viele Bagger, Bohrer und Maschinen tummeln.

Die Gesamtkosten von etwa 3,7 Millionen Euro teilen sich auch die Anrainergemeinden Zwettl, Oberneukirchen und Bad Leonfelden anteilsmäßig auf: „Seitens Bund und Land OÖ liegen nun auch erste Förderzusagen vor, ansonsten wäre das Projekt für die Gemeinden unfinanzierbar“, berichtet Enzenhofer anlässlich des Gedenktags des 35. Gedenktages zum Hochwasser am 1. Juli.

Nach jahrelanger Verzögerung durch diverse Umplanungen und Problemen bei Grundverhandlungen, scheint nun ein realistischer Zeitplan für die Umsetzung vorzuliegen. „In Anbetracht der Unwetter dieses Sommers und der Erinnerungen an das verheerende Hochwasser im Jahr 1987, ist das Projekt dringender denn je“, betont Enzenhofer.

Infos zum langjährigen Vorhaben

Rund um 1974 wurde ein Hochwasserschutzdamm mit einem Freizeitsee im Distltal oberhalb von Zwettl geplant (etwa das Gelände des derzeitigen Golfplatzes). „Aber nach massiven, teils heftigen Diskussionen, wurde das Projekt gestoppt und ist eingeschlafen. Die rechtliche Situation war teils unklar, weil Teile von Grundstücken bereits abgelöst wurden, aber nie grundbücherlich der Verkauf abgeschlossen wurde“, berichtet Enzenhofer aus Erfahrung.

Am 1. Juli 1987 erfasste ein großes Hochwasser die Gemeinde Zwettl: „Da ist die Diskussion wieder aufgewacht und die Planungen zum Hochwasserschutz wurden wieder aktiviert. „Die einstige See-Variante, ein angedachter Ort der Freizeitmöglichkeiten, war dann auch kein Thema mehr“, schildert der SPÖ-Vorsitzende.

2001 entstand das Projekt Golfplatz – es wurde in diesem Zuge auch die rechtliche Situation der Grundstücke bereinigt“, klärt der SPÖ-Vorsitzende auf. 

Seit dem vergangenen Jahr gibt es nun ein neues Projekt mit der Errichtung eines Dammes: „Daher laufen jetzt die Probebohrungen, damit die Planungen finalisiert werden können“, hofft Enzenhofer auf einen baldigen Hochwasserschutz für seine Gemeinde.

Auf Tips-Anfrage meldete sich der ÖVP-Bürgermeister Roland Maureder per E-Mail zurück: „Einige Informationen zu diesem Thema von Herrn Enzenhofer sind leider nicht richtig“, schreibt er. Aufgrund von starkem Druck und derzeitigem Urlaub könne Maureder sich dazu erst nach der zweiten Augustwoche detaillierter äußern.

 


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