Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ST. GOTTHARD/GALLNEUKIRCHEN. Die SPÖ setzt sich in beiden Gemeinden für ein Umdenken bei den geltenden Höchstgeschwindigkeiten ein.

Die Rotteneger Straße in St. Gotthard. (Foto: SPÖ)
Die Rotteneger Straße in St. Gotthard. (Foto: SPÖ)

Die SPÖ St. Gotthard fordert schon lange eine 30er Beschränkung in der Rottenegger Straße von der Rodelbrücke bis zum Ende des Ortsgebietes. SPÖ Vorsitzender Max Kaindlsdorfer ärgert eines besonders: „Die Sachverständigen sehen nur ‚was die Straße hergibt‘. Also welche Geschwindigkeit der Zustand und die Breite der Straße erlaubt. Die Interessen und der Schutz der Bevölkerung sind egal.“

Negatives Gutachten

Hinter den Bemühungen mehr 30km/h Zonen zu bekommen steht die Stadt Gallneukirchen fraktionsübergreifend. Etwa auf der B125 ab der Gusenbrücke bis zum Citycenter und vom Kulturkob‘l bis zur B125. „In diesem Bereich wäre uns eine Begegnungszone sogar am liebsten. Zu gewissen Zeiten geht‘s dort eh nicht schneller und auf die kurze Strecke verliert man ja nichts,“ so Bürgermeister Sepp Wall-Strasser. Er weiß über die Bürokratie zu den Ansuchen viel zu berichten: „Wir sind in Kontakt mit dem Land OÖ und im Sommer 2020 gab es ein persönliches Treffen mit dem zuständigen Landesrat Steinkellner. Aber wir erhalten überall ein ‚Nein, weil die Flüssigkeit des Verkehrs vorrangig ist und auf Landesstraßen gibt es keine 30iger.‘ Das geht völlig an der Realität vorbei. Wir haben dicht verbaute Gebiete, die Anrainer sind beeinträchtigt in ihrer Lebensqualität. Mit den vielen Ausfahrten und neuen Wohnprojekten steigt die Unfallgefahr stetig.“ Ein weiteres ärgerliches Detail: „Selbst für Gemeindestraßen wie der Gaisbacherstraße, wo wir als Gemeinde einen 30er verordnen könnten, bekommen wir ein negatives Gutachten vom Sachverständigen, weil es sich um eine Durchzugstraße handelt. Der 30er wiederum ist aber die Voraussetzung, dass das Land OÖ einen Radfahrstreifen genehmigt. So kommen wir nicht weiter.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden

Antworten
day w.
day w.
24.11.2022 12:32

SPÖ zieht sich wieder ein paar fremde Schuhe an.

Es ist schön dass sich die SPÖ um das Anliegen kümmert. Der Max Kaindlsdorfer hat sicher vergessen anzugeben, dass es diese Bemühen schon seit Jahren von allen Fraktionen insbesondere auch vom ehemaligen Bürgermeister Johannes Rechberger gibt.

Antworten
Bettina H.
Bettina H.
24.11.2022 14:11

Leider ist der Artikel nicht ganz vollständig gedruckt worde

Es war auch noch dabei, dass die SPÖ sich auf Bundesebene für eine Gesetzesänderung einsetzt. Dann wäre das mit St. Gotthard auch nicht so aus dem Zusammenhang gerissen.
Dass Sachverständige nur sehen "was die Straße hergibt" und die Flüssigkeit des Verkehrs Vorrang hat und auf Landesstraßen keine 30iger verordnet werden wissen wir leider schon lange. Darum hat Alois Stöger im Verkehrsausschuss einen Initiativantrag vorgelegt, der den Behörden eine bessere Handhabe für die Verordnung von 30-km/h-Beschränkungen geben würde. Er fordert, dass die Sicherheit der Menschen in sensiblen Bereichen höher bewertet wird.
Die Straßenplanung war lange ausschließlich auf die Flüssigkeit des KFZ-Verkehrs ausgerichtet. In den Behörden ist das noch tief verankert. Eine entsprechende Gesetzesänderung soll hier einen ersten Schritt zur Bewusstseinsänderung schaffen. Das würde dann vielen Gemeinden helfen.

n