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Mühlviertler Radlobbyist Gerhard Fischer fordert mehr Sicherheit für alle Zweirad-Fahrer: "Bewusstsein für Gefahren dringend schärfen"

Mag. Jacky Stitz, 21.04.2023 09:19

STEYREGG. Die Radlobby, mit Sitz in Steyregg, kämpft Tag für Tag für mehr Sicherheit aller Zweirad-Fahrer im oberösterreichischen Verkehr. Deren Vorstand, Gerhard Fischer, fordert nicht nur vehement den Ausbau des Radwegenetzes, sondern vor allem auch mehr Sicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmer. Er betont: „Wir haben hier massive Sicherheitslücken. Das Bewusstsein gehört geschärft.“

Die Radlobby fordert: "Mehr Sicherheit für alle Zweiradfahrer." (Foto: Radlobby)
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Gerhard Fischer aus Steyregg, selbst begeisterter Radfahrer, findet dass die Unfallbilanz für 2022 in Oberösterreich - aus Fuß- und Radverkehrssicht - einer Horrorbilanz gleicht: „Im Vergleich zu 2021 ein Anstieg bei getöteten Kindern und Fußgängern und mit 16 getöteten Radfahrern liegt man im Bundesländervergleich leider unangefochten an der Spitze. In Oberösterreich gibt es damit erstmalig mehr getötete Radfahrer als Motorradfahrer.“

Der Radlobbyist ergänzt: „Im Zeitraum von 2019 bis 2021 passierten 81 Prozent der tödlichen Radunfälle auf KFZ- Fahrbahnen und nur 19 Prozent auf Radfahranlagen.“

Mehr Radwege gefordert: Für Sicherheit der Menschen, aber auch für das Klima

„Der seit Jahrzehnten vernachlässigte Ausbau des oö. Radwegenetzes und die damit einhergehenden unzähligen Sicherheitslücken sind daher ein wesentlicher Faktor sowohl für die schrecklichen Unfallzahlen als auch für den im Bundesländervergleich erschreckend niedrigen Alltagsradverkehrsanteil in Oberösterreich“, ist Gerhard Fischer, Vorsitzender der Radlobby OÖ, überzeugt. Und ergänzt: „Der Ausbau des Alltagsradverkehrs wäre zudem auch ein Teil der Lösung zu einer klimaneutralen Verkehrswende.“

Forderung: Plakatkampagne für Sicherheit der Radfahrer

Seine Forderung: „Wir fordern umgehend einen neuen Anlauf für eine umfassende Evaluierung der Sicherheitslücken im oö. Radwegenetz und ein endlich in die Gänge kommen beim Ausbau des Radwegenetzes insbesondere in den vielfach radweglosen, staugeplagten Ballungszentren.“

Aber auch eine eigene Plakatkampagne für die Sicherheit der Radfahrer empfindet Fischer als besonders wichtig: „So kann man Bewusstsein schärfen, auch sichtbar machen, dass etwa LKW eine große Sogwirkung haben, dass Autofahrer etwa die Zweiradfahrer bitte nicht schneiden sollen. Abstand ist überlebenswichtig, Überholen bitte nur wo freie Sicht herrscht und nicht in einer Kurve“, betont der Steyregger.

Alternative Radwege liegen ihm hier auch am Herzen: „So bekäme man auch die Straßen frei. Möglichkeiten, etwa vom Raum Gallneukirchen bis nach Linz - gäbe es hier theoretisch ja viele“, klärt der Radlobbyist auf. Denn eines will er ganz sicher nicht: „Bald auf die nächste Gedenkausfahrt eines Radkollegens gehen. Vielerorts ließe sich so was durch den Ausbau der Radinfrastruktur entschärfen.“

Radlobby Österreich: http://www.radlobby.at

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