Brot und Rosen: Verteilaktion der Grünen Gallneukirchen anlässlich des Welt-Frauentages
GALLNEUKIRCHEN. Wer am Samstag, 9. März, in der Gusenstadt unterwegs ist, wird eventuell gefragt: „Brot oder Rosen“? Es geht dabei nicht um das Verteilen von Geschenken, sondern um eine Art der Würdigung für alles, was Frauen oft ungedankt und vor allem immer noch unbezahlt leisten. Die Grünen nehmen den internationalen feministischen Kampftag als Anlass, auf ein wichtiges gesellschaftspolitisches Thema hinzuweisen. Viel Arbeit – wenig Brot. Deshalb her mit den Rosen!

Demokratie ist in Österreich zwar Realität, aber keine Selbstverständlichkeit. Man muss sie ständig mit Leben erfüllen. Im heurigen Jahr stehen mehrere Wahlen an. Viel zu oft werden politische Entscheidungen gefällt, die die reale Lebenssituation von Frauen missachten. Es ist wichtig, dass diejenigen, die in der Früh die Kinder für Kindergarten oder Schule herrichten, anschließend in die Arbeit hetzen, danach noch Einkäufe für die Familie erledigen, für ein Abendessen sorgen, Hausübungen kontrollieren und dann die Kinder ins Bett bringen, sichtbar werden. „Wenn sich Leistung wieder lohnen muss, wie rechtfertigt das einen Kollektivvertragsabschluss im Handel mit 8,43 Prozent?“, so die Frage der Fraktion.
„Wir Grüne setzen uns in der Gemeinde dafür ein, dass Frauen auch auf kommunaler Ebene in der Politik vorne stehen. Politische Partizipation funktioniert, wenn auch die Gemeindepolitik selber familienfreundlicher gestaltet ist. Die Rush Hour des Lebens dauert ziemlich lange. Gelingt es, dann werden auch Frauen in die erste Reihe treten können – unabhängig vom Lebensalter. Weil wir der Politik nicht auskommen ist es besser, mitzubestimmen als über sich bestimmen zu lassen. Egal wie, das Private ist immer politisch – und ökonomisch!“, so Roland Atzlesberger, Fraktionsobmann der Grünen in Gallneukirchen.


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